An der Wolkenburg ist aus Sicht der Verwaltung keine Gefahr in Verzug. Aber auch hier rechnet man beim Döppersberg-Umbau jahrelang mit mehr Straßenverkehr.

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Eine Erweiterung der Tempo-30-Zone an der Wolkenburg hält die Stadt für nicht angebracht.

Eine Erweiterung der Tempo-30-Zone an der Wolkenburg hält die Stadt für nicht angebracht.

Andreas Fischer

Eine Erweiterung der Tempo-30-Zone an der Wolkenburg hält die Stadt für nicht angebracht.

Elberfeld. Die Stadt Wuppertal sieht keinen Anlass, auf der Wolkenburg - als Verbindungsstraße parallel zur B7 - die Tempo-30-Zone auszuweiten. Das geht aus einem Bericht hervor, der gestern Abend Thema in der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld war. Wie berichtet, haben Anwohner und Bürgervertreter wiederholt eine weitere Verkehrsberuhigung dort gefordert.

Die Stadt bezieht sich auf manuelle Geschwindigkeits-Messungen, die Anfang Juni vorgenommen wurden und 1000 Fahrzeuge im Tempo 50-Bereich erfasst haben. Zuvor mussten Messungen mit fest installierten Geräten erfolglos abgebrochen werden (siehe Info-Kasten rechts). Demnach hält sich der größte Teil der Fahrer an das Tempolimit. Ein Grund sei der ohnehin schon geringe Straßenquerschnitt, der sowohl die Fahrer von Bussen und Lastwagen als auch Autos abbremsen lässt.

Die Stadt stuft die Verkehrsbelastung auf der Wolkenburg außerdem als "verhältnismäßig gering" ein: Sie entspreche mit morgens 435 und abends 574 Fahrzeugen Zahlen, die bereits vor zehn Jahren dokumentiert wurden. Die Polizei bezeichne die Unfallsituation an der Wolkenburg als "völlig unauffällig".

Tatsache sei aber auch, dass die Wolkenburg beim Umbau eine wichtige Umleitungsstrecke wird - mit einer entsprechend höheren Verkehrsbelastung. Und das über Jahre hinweg.

Die Geschwindigkeitsmessungen mit verdeckt installierten Geräten - sie erfassen Fahrzeuge nur und "blitzen" sie nicht - mussten laut Stadt nach Wochen abgebrochen werden, "weil die Messgeräte wiederholt verdreht und beschädigt wurden" - möglicherweise durch Lkw. Auch die angrenzende Bahnstrecke habe die Messtechnik negativ beeinflusst und dazu geführt, "keinerlei verwertbare Ergebnisse" zu bekommen.

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