SPD und CDU stimmen in der Bezirksvertretung Elberfeld für den Verkauf des Grundstücks an den Investor.

Döppersberg
Der Döppersberg mit Blick auf den neuen Platz Ost (vorne links vor dem Kubus). Animation: Stadt Wuppertal

Der Döppersberg mit Blick auf den neuen Platz Ost (vorne links vor dem Kubus). Animation: Stadt Wuppertal

Der Döppersberg mit Blick auf den neuen Platz Ost (vorne links vor dem Kubus). Animation: Stadt Wuppertal

Wuppertal. SPD und CDU waren sich in der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld einig: Die Stadt soll das Grundstück Döppersberg an Signature Capital verkaufen – und den Weg frei machen für den Bau des „Investoren-Kubus“, in den als Ankermieter die Textilkette Primark einziehen soll. Gegen Grüne, Linke, WfW und FDP gab die BV die Verkaufsempfehlung an den Rat. Der wird dieser Empfehlung am 10. Februar mit der Mehrheit der „GroKo“ wohl folgen.

Primark ist der Opposition ein Dorn im Auge

Einen Vorgeschmack auf die Diskussion im Rat gab es in der BV-Sitzung. Rolf Volmerig, Chef der Wirtschaftsförderung, der etwas zu den mit dem Verkauf verbundenen Bauvorhaben sagen sollte, kam kaum dazu. Primark bestimmte die Diskussion. Vor allem Grüne und Linke übten heftige Kritik. Von „ethischen Gründen“, die gegen die Ansiedlung der Billigkette sprächen, und miserablen Arbeitsbedingungen war die Rede.

Plan: Ein neues Infozentrum für 4,5 Millionen Euro

Dass die Verhältnisse nicht besser würden, wenn eine Stadt einen Investor ablehne, war eins der Argumente der Befürworter. Prekäre Arbeitsverhältnisse ließen sich nicht an einem Markennamen festmachen. Auch Primark passe gut an diesen hervorgehobenen Platz, sagte Volmerig. „Primark ist ein typischer Mittelstandsanbieter, da kaufen nicht nur Hartz IV-Empfänger ein.“ Zudem würden Arbeitsplätze genau in dem Bereich geschaffen, wo sie in der Stadt fehlen: „Im mittleren Qualifikations-Segment.“ Und, so Volmerig, Wuppertal könne sich an dieser Stelle durchaus ein modernes Gebäude erlauben.

Wesentlich ruhiger wurde es, als es um die konkreten Bauvorhaben, die unmittelbar oder nachfolgend an dem Verkauf hängen. So entsteht neben dem Geschäftshaus, dass die Form einer Garnrolle haben wird, ein „Platz Ost“, wie er in der Vorlage heißt. Mit einer größeren Fläche als ursprünglich geplant, da der Kubus um 23 Meter versetzt wird. „Auf diesem Platz könnten wir uns zum Beispiel eine Fahrradstation vorstellen“, kündigte Volmerig an.

Knapp 4,5 Millionen Euro werden für das neue Informationszentrum veranschlagt, das am Standort des jetzigen Pavillons gebaut wird. Unter anderem sollen die Polizei und das Café Cosa aus dem Köbo-Haus dorthin ziehen. Außerdem ist dort Gastronomie vorgesehen.

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