Im Friseursalon von Jörg Oedelshoff erbeuteten Einbrecher "Werkzeug" im Wert von 8000 Euro.

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Einbruch durchs Mini-WC-Fenster: Jörg Oedelshoff, Chef des Salons „Hauptsache Friseur“ an der Aue in Elberfeld, zeigt, wie die Täter in sein Geschäft gelangten. Dort machten sie fette Beute.

Einbruch durchs Mini-WC-Fenster: Jörg Oedelshoff, Chef des Salons „Hauptsache Friseur“ an der Aue in Elberfeld, zeigt, wie die Täter in sein Geschäft gelangten. Dort machten sie fette Beute.

Andreas Fischer

Einbruch durchs Mini-WC-Fenster: Jörg Oedelshoff, Chef des Salons „Hauptsache Friseur“ an der Aue in Elberfeld, zeigt, wie die Täter in sein Geschäft gelangten. Dort machten sie fette Beute.

Elberfeld. Jörg Oedelshoff schüttelt den Kopf: "Das gibt’s doch gar nicht", sagt der Chef des Salons "Hauptsache Friseur" an der Aue in Elberfeld. Dabei zeigt er auf das kleine Toilettenfenster seines Geschäfts. Durch dieses gerade mal 36 mal 36  Zentimeter große Fenster im Hinterhof zwängten sich in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni ungebetene Gäste und machten im Salon fette Beute.

Die Beute: Bargeld, Kosmetika und 2000-Euro- Scheren

Die Täter ließen nicht nur Bargeld und diverse Kosmetika mitgehen. Sie erbeuteten auch mehrere Scheren. Und die sind richtig teuer. Das Stück kostet bis zu 500 Euro. Die Polizei schätzt die Gesamthöhe des Diebesgutes auf satte 8000 Euro. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Somit gibt es auch keine Personenbeschreibung. Angesichts des Mini-WC-Fensters dürfte aber feststehen, dass die Einbrecher eher klein und gelenkig waren. Polizei-Sprecher Gustav Heyer: "Dass da jemand allein unterwegs war, ist kaum vorstellbar."

Salon-Chef Oedelshoff - das Mini-Fenster hat er mittlerweile vergittern lassen - geht jedenfalls von einem Auftragseinbruch aus: "Die haben ganz gezielt zugegriffen." Wenn das so ist, dann war der Bruch bei "Hauptsache Friseur" bislang aber ein Einzelfall. Polizei-Sprecher Heyer: "Weitere Fälle dieser Art hatten wir zuletzt nicht."
Die Ermittlungen dauern an. Zeugenhinweise nimmt die Kripo unter Ruf 2840 entgegen.

Im Großmarkt in der Varresbeck ließen unbekannte Täter im Mai dieses Jahres 1140 Fleisch-Eurohaken aus Stahl im Wert von mindestens 5700 Euro mitgehen. Ob die Diebe im Auftrag stahlen oder trotz längst wieder gefallener Metallpreise ihre Beute auf dem Schrottplatz versilbern wollen, ist bislang offen. Ein Polizei-Sprecher: "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Im beschaulichen Laaken stiegen ungebetene Gäste im März dieses Jahres in einen Kindergarten ein. Die Beute: das Frühstücksgeld der Kinder.

Im April dieses Jahres plündert Einbrecher auf dem Rott den Kühlschrank einer 25-Jährigen. Die Frau verscheuchte die Täter. Die Beute: fünf Flaschen Bier, Tomaten und einer Packung Käse.

Dass Kneipen-Einbrecher, vor Ort Spielautomaten knacken um an Bargeld zu kommen, gehört zum grauen Polizei-Alltag. Kürzlich transportierten die Täter an der Albrechtstraße mitten in Elberfeld aber gleich sechs komplette Spielautomaten ab - offenbar unbemerkt.

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