Sechs Wochen lang waren die Holzfiguren in den Stadtteilen zu Gast. Dort traten viele Menschen mit ihnen in Kontakt.

Sechs Wochen lang waren die Holzfiguren in den Stadtteilen zu Gast. Dort traten viele Menschen mit ihnen in Kontakt.
Sechs Wochen saß dieser König in der St. Laurentiuskirche, am Mittwoch kamen er und seine Kollegen zur Graffiti-Krippe auf dem Laurentiusplatz und erzählten von ihren Erlebnissen.

Sechs Wochen saß dieser König in der St. Laurentiuskirche, am Mittwoch kamen er und seine Kollegen zur Graffiti-Krippe auf dem Laurentiusplatz und erzählten von ihren Erlebnissen.

Stefan Fries

Sechs Wochen saß dieser König in der St. Laurentiuskirche, am Mittwoch kamen er und seine Kollegen zur Graffiti-Krippe auf dem Laurentiusplatz und erzählten von ihren Erlebnissen.

Elberfeld. „Gott wird Mensch“ – diese drei Worte weisen den Weg zur Graffiti-Krippe im Schatten der Türme von St. Laurentius. Dort haben sich am Mittwoch auch die acht Weisen aus dem Morgenland eingefunden. Sie beendeten damit ihre königliche Reise, die sie in der Adventszeit durch die Stadtteile geführt hatte.

„Der dort, der die Hände so kräftig zusammen stemmt, war im Eiscafé Giannone in Vohwinkel zu Gast. Dort hat er unter anderem Werner Kreiskott und Graciano Rocchigiani getroffen“, berichtet Werner Kleine. Der Pastoralreferent der katholischen Citykirche hat die Holzfiguren zunächst im Internet getroffen und daraufhin zu ihrem Schöpfer Ralf Knoblauch Kontakt aufgenommen. Der Diakon und Bildhauer aus Bonn hat bewusst mehr als die üblichen drei Könige gestaltet, sogar eine Königin in einem knappen roten Kleid ist darunter.

Sie hatte im Café Cosa am Döppersberg ihren Platz. „Wir haben gehofft, dass die Menschen dort mit ihr in Kontakt treten und es soll Fotos geben, wo sie verkleidet ist. Genau so haben wir uns das vorgestellt“, betont Ralf Kleine.

Die Armlosigkeit ihrer Majestät machte Ursula Conrads zu schaffen. „Es ist toll, dass eine Frau dabei ist, aber mich würde schon interessieren, warum sie keine Arme hat“, sagt die Wuppertalerin. „Das Holz hat das nicht hergegeben“, sagt Ralf Knoblauch schlicht.

Er entschied sich daher, nur einen Torso zu machen. „Dabei hatte ich das Zitat im Hinterkopf: ,Christus hat keine Hände außer unsere Hände’.“ Ihm hat die Idee gefallen, dass seine Könige in der Stadt unterwegs sind. „Sie sind ganz unterschiedlichen Menschen begegnet. Jeder von ihnen könnte ganz persönliche Geschichten erzählen.“

Einer stand im Schaufenster des Berliner Plätzchens in Oberbarmen und beobachtete die Passanten. „Er war für alle sichtbar und hat die Menschen mittwochs auf dem Markt gesehen, diejenigen mit viel Tagesfreizeit und die, die den Baum geschmückt haben“, berichtet Bezirksbürgermeisterin Christel Simon.

Mit dem Auszug der Könige aus Wuppertal ist die siebte Graffiti-Krippe Geschichte. „Die Einzelteile geben wir gegen eine Spende für einen guten Zweck ab. Dieses Jahr machen wir etwas Neues“, sagt der Künstler Martin Heuwold.

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