Die Erhöhung des Bordsteins und der geplante Durchlaufschutz entschärften die Situation an der Kita Arrenberger Straße nicht.

Die Erhöhung des Bordsteins und der geplante Durchlaufschutz entschärften die Situation an der Kita Arrenberger Straße nicht.
Die Stadt hatte bereits Poller an der Arrenberger Straße installiert, die mittlerweile zum Leidwesen der Eltern wieder entfernt wurden. Archiv

Die Stadt hatte bereits Poller an der Arrenberger Straße installiert, die mittlerweile zum Leidwesen der Eltern wieder entfernt wurden. Archiv

A. Fischer

Die Stadt hatte bereits Poller an der Arrenberger Straße installiert, die mittlerweile zum Leidwesen der Eltern wieder entfernt wurden. Archiv

Arrenberg. Irgendwann wusste Markus Magaschütz nicht mehr weiter. Seit der Eröffnung der Kita Arrenberger Straße im September 2016 fordert das Mitglied des Elternbeirats der Kita zusammen mit weiteren Eltern, die Verkehrssicherheit vor dem Gebäude zu erhöhen. Konkret sollte dabei der Bordstein erhöht werden sowie ein Durchlaufschutz angebracht werden. Dies sollte verhindern, dass weiter Autos auf dem Gehweg parken oder darüber fahren. Doch trotz mehrerer Anfragen und Hinweisen an die Stadtverwaltung habe sich laut Magaschütz nichts getan.

Diese Situation schildert er nun in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD), der unserer Redaktion vorliegt. „Zwei Jahre lang wurden wir Eltern vertröstet“, schreibt Magaschütz. „Es hieß, ein geheimnisvoller Bauherr des Kita-Gebäudes sei zuständig. Erst als wir Elternbeiräte der Kita unter Verweis auf das Informationsfreiheitsgesetz die Benennung des geheimnissvollen Bauherren durchsetzten, plante das Ressort Straßen und Verkehr eine Verbesserung der Verkehrssituation.“

Die Stadt stellte provisorische Poller auf

Zuvor stellte die Stadt bereits provisorisch neun Poller auf (siehe Foto), nachdem Magaschütz im Oktober vergangenen Jahres auf einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld-West die Problematik schilderte. Die Stadt verwies damals ebenfalls auf den Investor, der für die baulichen Maßnahmen in der Pflicht stehe. Das sei in der Ausschreibung festgelegt worden, hieß es damals von der Stadtverwaltung. Man sei im Kontakt mit dem Investor und würde unter Umständen in Vorleistung treten und selbst den Bordstein anheben.

Dies ist zwar mittlerweile geschehen, dennoch schreibt Magaschütz in seinem Brief, dass das Unterfangen des Ressorts Straßen und Verkehr „deutlich misslungen“ sei.

Stein des Anstoßes sind die Planungen des Durchlaufschutzes. Dieser sei mit einer geplanten Breite von 2,50 Meter viel zu schmal und würde auch am falschen Standort geplant. „Das Ressort Straßen und Verkehr möchte das kleine Durchlaufschutz-lein vor der Treppe auf dem Kita-Gelände aufstellen“, schreibt Mangaschütz. Eine Variante, „die keinen Schutz bietet“, bekräftigt er. Die Begründung: „Ein hinreichender Durchlaufschutz ist nur dann wirksam, wenn er ebenfalls die gesamte Länge des Eingangsbereiches absichert.“

Die bisherigen Maßnahmen bergen ein erhöhtes Unfallrisiko

Die Sicherheit auf dem Weg zur Kita war auch Thema bei der Zuhör-Tour von Oberbürgermeister andreas Mucke. Der Machte Anfang Februar Halt am Arrenberg. Geforderte Markierungen könnten erst angelegt werden, wenn es die Witterung zulässt. 

Sorgen bereitet Magaschütz vor allem die Verkehrssituation in der Straße, „weil die Autos und Lkw auf den Bürgersteig fahren“. Somit gebe es ein erhöhtes Unfallrisiko. Seine Befürchtung: „Der neue Bordstein wird die Lkw nicht davon abhalten, auf den Bürgersteig zu fahren. Unfälle mit Beteiligung von Lkw und Kindern als Opfer sind vorhersehbar, wenn die Güterstraße wieder geöffnet und die Arrenberger Straße von Speditionen und Lkw durchfahren wird.“

Dies habe man auch dem Ressort 104 schriftlich mitgeteilt, allerdings seien die Einwände ignoriert worden, so Magaschütz. Aus diesem Grund wandte sich der Familienvater auch an den Oberbürgermeister mit der abschließenden Bitte, „Schritte für eine Lösung zu moderieren, die auch den Interessen von Fußgängern, Kindern und Eltern gerecht wird“.

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