Unter der Brücke Briller Straße soll auf zwei Körbe bald Basketball gespielt werden.

Unter der Brücke Briller Straße soll auf zwei Körbe bald Basketball gespielt werden.
Basketball soll bald auch an der Trasse gespielt werden können – unter der Brücke Briller Straße Archivfoto Symbol: Anna Schwartz

Basketball soll bald auch an der Trasse gespielt werden können – unter der Brücke Briller Straße Archivfoto Symbol: Anna Schwartz

Basketball soll bald auch an der Trasse gespielt werden können – unter der Brücke Briller Straße Archivfoto Symbol: Anna Schwartz

Elberfeld. Die Parcour-Anlage in Wichlinghausen, Tischtennisplatten am Dorp, eine Boule-Anlage am Bahnhof Ottenbruch und ab 2017 die Boulder-Halle im ehemaligen Gold-Zack-Gebäude: Wer sich bewegen will, kann das nicht nur auf der Nordbahntrasse, sondern auch drumherum. „Nicht zu vergessen die neuen Spielplätze wie am Giesenberg“, sagt Matthias Kreysing vom Vorstand der Wuppertal-Bewegung. Und bald kann an der Trasse auf Korbjagd gegangen werden: Die Wuppertal-Bewegung plant eine Streetball-Anlage mit zwei Körben unter der Brücke Briller Straße.

„Basketballer sind auf uns zugekommen, ob so etwas dort nicht möglich ist. Und wir fanden die Idee super“, sagt Kreysing. Die Pläne passten genau zur derzeitigen Entwicklung der Trasse, an der in Zukunft weitere Sportmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Unter anderem gibt es noch Ideen für einen Fitnessparcours und den „Utopiastrand“, der als Teil des „Utopiacampus“ am Mirker Bahnhof Spielflächen für Beach-Volleyball, -fußball und -handball bieten soll. „Die Nordbahntrasse steht einfach für Bewegung“, erklärt Kreysing, früher selbst als Beach-Volleyballer aktiv.

Die Anlage am Briller Kreuz soll bewusst weniger dem Wettbewerb, als dem Spaß am Basketball dienen. Deshalb sind voraussichtlich zwei Körbe in unterschiedlichen Höhen geplant: Einer in einer Höhe von 3,05 Metern für erwachsene Freizeitsportler und ein niedrigerer Korb für den Nachwuchs. Ein Pluspunkt: Durch die „Überdachung“ durch die Brücke kann auch bei Regen und Schnee gespielt werden.

Wichtig, so Kreysing, sei auch die Abtrennung zur Fahrbahn der Nordbahntrasse. Dass Basketbälle auf der Strecke landen, solle unbedingt verhindert werden. „Jeder, der schon mal einen Basketball abbekommen hat, weiß wieso.“

Markus Künz freut sich schon, wenn die Körbe stehen. Der passionierte Basketballer hatte den Verein vor einigen Monaten auf die Idee zur Anlage gebracht. „Es gibt einfach zu wenige Streetballplätze in der Stadt, das hat mich geärgert“, sagt der 49-Jährige. Der Platz unter der Brücke sei auch deshalb gut, weil er die Sportart in die Öffentlichkeit bringe. „Das ist sehr reizvoll.“

Ursprünglich wollten der Lions-Club Bergischer Löwe und die Leos das Projekt sponsern. Von knapp 10 000 Euro sei die Wuppertal-Bewegung ursprünglich ausgegangen, so Uwe Maedchen, Sprecher des Lions-Club. „Dann hieß es auf einmal 15 000 Euro“, zeigt Mädchen Unverständnis ob der Kostenerhöhung. „Aber das hätten wir sogar noch mitgemacht.“ Als dann eine erneute Steigerung auf 18 000 Euro und später sogar um die 20 000 Euro im Raum stand, hätten die Lions und Leos beschlossen, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. „Wir sind über die Vorgehensweise der Wuppertal-Bewegung enttäuscht“, sagt Mädchen. Grundsätzlich sei die Streetball-Anlage absolut förderungswürdig, „aber nicht, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen“. Zumal auch ein Ende noch nicht absehbar sei, so Maedchen.

Lutz Eßrich, zweiter Vorsitzender der Wuppertal-Bewegung, räumt die Kostensteigerung ein. Grund seien technische Neuerungen, die in der ursprünglichen Planung noch nicht vorgesehen waren. Unter anderem forderte die Stadt einen höheren Zaun, außerdem eine Beleuchtung. Wieviel die Anlage letztendlich kosten werde, stehe noch nicht hundertprozentig fest, weil noch Gespräche mit der Stadt liefen. Fest stehe aber: „Wir werden die Anlage in eigener Regie planen und bauen.“
 

Morgen ist die Anlage Thema in den Bezirksvertretungen Elberfeld-West und Elberfeld. Die Wuppertal-Bewegung hat einen Antrag zur Förderung aus den Freien Mitteln gestellt. Der Bauantrag sei in Bearbeitung, so Lutz Eßrich, zweiter Vorsitzender der Wuppertal-Bewegung. Die Stadt unterstütze das Vorhaben, Oberbürgermeister Andreas Mucke sei sogar Schirmherr, freut sich Eßrich. Im Frühjahr 2017 sollen die ersten Körbe unter der Brücke geworfen werden.

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