Das Projekt an der Siedlungsstraße nimmt Fahrt auf. Die ersten Bewohner sind eingezogen.

Das Projekt an der Siedlungsstraße nimmt Fahrt auf. Die ersten Bewohner sind eingezogen.
Die ersten Bewohner sind eingezogen. Doch „richtig fertig“ sei der Wohnpark erst in zwei bis drei Jahren, so die Immobilienverwalter.

Die ersten Bewohner sind eingezogen. Doch „richtig fertig“ sei der Wohnpark erst in zwei bis drei Jahren, so die Immobilienverwalter.

Stefan Fries

Die ersten Bewohner sind eingezogen. Doch „richtig fertig“ sei der Wohnpark erst in zwei bis drei Jahren, so die Immobilienverwalter.

Sedansberg. In den Generationen-Wohnpark an der Siedlungsstraße zieht Leben ein. Von außen wirkt der Neubau noch nicht ganz fertig. Auf den Terrassen der Wohnungen im Erdgeschoss sieht man aber schon Spuren der ersten Bewohner. Gummistiefel und Kinderspielzeug warten dort auf ihren nächsten Einsatz. Damit ist der Hochbunker an der Siedlungsstraße Geschichte. Am Standort des ehemaligen Bombenschutzes ist ein Wohnpark mit 39 Wohnungen entstanden. Die Innenausbauten sind größtenteils abgeschlossen, die Außenanlagen werden im Frühjahr gestaltet.

„Hier sollen sich sowohl Familien als auch alleinstehende Senioren wohlfühlen.“

Gerd Kluge, Kluge Immobilien

„Richtig fertig ist der Wohnpark erst in zwei bis drei Jahren“, sagt Diplom-Ingenieur Gerd Kluge, von der Kluge Immobilien- und Verwaltungs-GmbH. Damit meint er, dass das Gebäude an die Bewohner übergeben werde, aber dann müsse man sehen, wie sich das „Sozio-Biotop“ entwickle.

Der Wohnpark ist als Sozio-Biotop angelegt

Als Sozio-Biotop bezeichnet Kluge den Wohnpark, weil in der Anlage nicht einfach nur Wohnungen entstanden sind. „Hier sollen sich sowohl Familien als auch alleinstehende Senioren wohlfühlen“, sagt Leunora Lekaj von Kluge Immobilien. Die Wohnungen sind alle barrierefrei. Im Erdgeschoss sind sie wie Reihenhäuser mit eigenem Eingang und Garten angelegt. Im ersten Obergeschoss liegen Zwei-Zimmer-Wohnungen und im zweiten Stock befinden sich die Wohnungen für alleinstehende Personen.

Dazu gibt es einen Gemeinschaftsraum und einen 500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten. Mit dem Konzept soll der Alterseinsamkeit entgegengewirkt werden. „Wir haben bewusst Räume geschaffen, in denen man sich begegnen kann“, sagt Gerd Kluge. Die Treppenhäuser seien so gestaltet, dass man sehe, wer vorbeikomme. Der Gemeinschaftsraum könne wie ein erweitertes Wohnzimmer genutzt werden, wenn zum Beispiel die Familie zu Besuch komme. „Viele der Bewohner haben vorher in großen Wohnungen oder Häusern gewohnt und verkleinern sich im Alter“, erklärt Gerd Kluge. Die bräuchten auf einen großen Raum für Besuch nicht zu verzichten.

Ende des vergangenen Jahres sind die ersten Bewohner in die 15 Eigentums- und 24 Mietwohnungen eingezogen. Ein Pflegedienst und eine Hausarztpraxis, die neue Räumlichkeiten suchten, sind bereits vor Ort. Ein Hausmeisterservice kümmert sich um die Anlage. „Das gibt auch Sicherheit, zu wissen, dass immer jemand da ist“, sagt Leunora Lekaj.

Für den Generationen-Wohnpark an der Siedlungsstraße musste ein Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg zurückgebaut werden.

Französische Kriegsgefangene hatten 1940 den oberirdischen Bunker gebaut. Während der britischen Luftangriffe suchte auch die Familie von Johannes Rau Schutz in dem Hochbunker.

In dem Wohnpark wurden zwei Drittel des Bunkers verbaut. Hier befinden sich Keller- und Technikräume sowie die Tiefgarage.

Im Wohnpark könnten viele Menschen aus dem Viertel in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, auch wenn sie weniger mobil sind oder auf Pflege angewiesen seien. So sind die Keller- und Abstellräume direkt vom Garten aus erreichbar, damit Fahrräder, E-Bikes, Rollstühle und andere Geräte problemlos abgestellt werden können. „Ich kann das nur begrüßen, wenn neue Wohnumgebungen in Barmen entstehen“, sagt Hans-Hermann Lücke (CDU), Bezirksbürgermeister von Barmen. Inzwischen gebe es immer mehr Wohnungen mit ausgeprägten Zielgruppen, sagt Lücke und nennt als Beispiel ältere und vermögende Menschen, die bisher nur außerhalb von Wuppertal Wohnanlagen für ihre Bedürfnisse gefunden haben. „Barmen wird gewinnen, wenn es Wohnungen gibt, in denen Menschen selbstbestimmt leben können und zugleich auf Serviceangebote zurückgreifen können“, so Lücke.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer