In der Gaststätte tranken Stammkunden zum Wohl kranker Kinder.

Gäste für Gäste: In den Karpathen bedienen Schwester Stephanie, Schwester Angela und Schwester Mareike (v. links).
Gäste für Gäste: In den Karpathen bedienen Schwester Stephanie, Schwester Angela und Schwester Mareike (v. links).

Gäste für Gäste: In den Karpathen bedienen Schwester Stephanie, Schwester Angela und Schwester Mareike (v. links).

Andreas Fischer

Gäste für Gäste: In den Karpathen bedienen Schwester Stephanie, Schwester Angela und Schwester Mareike (v. links).

Wuppertal. Mathias Müller hat die Ärmel seines weißen Hemdes aufgekrempelt. Erste Schweißperlen stehen ihm im Gesicht, als er – eigentlich Geschäftsführer des „Pflegedienstes Schwester Stephanie“ – seinen Dienst als Kellner versieht. Dabei ist gerade erst angezapft in der Gaststätte „Karpathen“, dem Traditionshaus, das 2011 beachtliche 175 Jahre alt wurde.

Mit „Gäste zapfen für Gäste“ hat Thomas Fingerhut, neuer Pächter in den „Karpathen“, zum Jahreswechsel ein Fass angestochen. Die Idee war entstanden, weil die Mitarbeiter ein Weihnachtsfest erhalten sollten, ohne dabei selbst arbeiten zu müssen. Weil ohne Personal kein Bier vom Zapfhahn zum Kunden wandert, mussten die Gäste am Montag selbst Hand anlegen, so auch Mathias Müller, der eine Viertelstunde nach Eröffnung der Theke schon gehörig in Beschlag genommen ist.

Etwa 20 Gäste haben sich inzwischen eingefunden, die meisten noch eifrig in die Rolle des Konsumenten statt eines Kellners verstrickt. Auch das betrachtet Thomas Fingerhut mit Zufriedenheit. Denn ein umsatzstarker Abend ist sein größtes Ziel – keineswegs aus Eigennutz. Gemeinsam mit dem „Pflegedienst Schwester Stephanie“ und dem Solinger Sanitätshaus Friedhelm Müller hat Fingerhut den Abend einem guten Zweck gewidmet: Den Erlös aus den gezapften Getränken und eventuelle Spenden wollen die drei Partner verdoppeln und dann dem Kinder-Hospiz Burgholz zukommen lassen.

Nach dem Kassensturz konnte Thomas Fingerhut gestern stolz die Spendensumme verkünden: „1500 Euro sind es geworden.“

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