Der Förderverein und zahlreiche Freiwillige machten das Bad fit fürs Frühjahr.

Mirke
Dominik Ullrich (vorne) und Lucas Böhler stutzen die Brombeersträucher im Freibad Mirke.

Dominik Ullrich (vorne) und Lucas Böhler stutzen die Brombeersträucher im Freibad Mirke.

Uwe Schinkel

Dominik Ullrich (vorne) und Lucas Böhler stutzen die Brombeersträucher im Freibad Mirke.

Mirke. In diesem Jahr hat der Winter uns noch lange im Griff gehabt. Das jedoch konnte eine Hand voll fleißiger und dem Wetter trotzender Freiwilliger am vergangenen Samstag nicht davon abhalten, mit Besen, Schubkarre und Handschuhen bewaffnet dem winterlichen Dreck und gewucherten Pflanzen im wasserlosen Mirker Freibad zu Leibe zu rücken.

Vorbereitungen für den Saisonstart

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr machte sich die Truppe über die Hecken her und versucht, so für ein gepflegtes Aussehen im Bad zu sorgen und alles für den ersten Mai vorzubereiten. Anfang März wurden schon einmal die Hecken auf dem Gelände beschnitten, damals allerdings bei wesentlich besserem Wetter und Sonnenschein. Abschrecken kann es die engagierten Vereinsmitglieder jedoch nicht: „Ich bin schon als Kind hier schwimmen gewesen und das Bad ist mir einfach ans Herz gewachsen. Da macht man dann auch bei schlechtem Wetter Frühjahrsputz, wenn das Bad dafür irgendwann wieder öffnen kann“, erklärt der 20-jährige Dominik Ullrich seine Motivation.

Für ihn ist es selbstverständlich, seinen freien Samstag zu opfern und nach einem gemeinsamen Frühstück mit anderen Aktiven zusammen Geäst vom letzten Frühjahrsputz wegzuräumen. „Eigentlich wollten wir heute schon mit dem Wasserhochdruckreiniger das Becken säubern und in den Umkleiden Malerarbeiten erledigen“, erzählt Vereinsvorsitzender Heiner Mokroß. „Aber bei dem Wetter und den Temperaturen muss das noch etwas warten.“

Es wird nicht nur aufgeräumt – es wird auch gelernt

Neben Aufräumarbeiten und Fegen soll den Brombeeren zu Leibe gerückt werden. Dass sich mit den Aufräumarbeiten auch gleich noch ein Lernprozess verbinden lässt, ist ein positiver Nebeneffekt, über den sich alle freuen.

„Wir haben viele Jugendliche, die mithelfen. Ein Großteil von denen kennt Gartenarbeit gar nicht“, erzählt Mokroß von der sich entwickelnden Begeisterung der Jugendlichen, die auch andere Vereinsmitglieder beeindruckt. „Man kann hier direkt sehen, wie es den Kids hilft, wenn sie für etwas Verantwortung übernehmen müssen“, berichtet auch Vereinsmitglied Sam Zeini.

Am Ende des Tages ist zwar weniger geschafft als vorgesehen, aber dem Saisonstart ist der Verein wieder einen Schritt näher. In Zukunft soll es diese „Putztage“ mit gemütlichem Frühstück übrigens jeden ersten Samstag im Monat geben.

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