Mit Blick auf Pläne, die Fläche nun zu Wohnraum zu machen, erneuern Umwelt-Initiativen ihre massive Kritik.

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Nach wie vor umstritten: die Kleine Höhe.

Nach wie vor umstritten: die Kleine Höhe.

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Nach wie vor umstritten: die Kleine Höhe.

Katernberg. Zunächst sollte dort Platz für neue Unternehmen gemacht werden - jetzt stehen auf der Kleinen Höhe Wohnhäuser zur Diskussion. In der unendlichen Geschichte um die geplante und nach wie vor umstrittene Bebauung der Fläche an der Stadtgrenze zu Neviges nimmt ein neues Kapitel Form an: Die Ankündigung der Wuppertaler Stadtspitze, alternativ zur Ansiedlung von Firmen Platz für attraktiven Wohnraum zu schaffen, beantwortet der Verbund Wuppertaler Bürgerinitiativen für Umweltschutz (WBU) mit viel Kritik.

Kritiker hoffen nun auf die
politische Vernunft im Rat

Aus Sicht der Bürgerinitiativen ist das Gewerbegebiet - bei den Planern in den vergangenen Jahren auch als New Area bezeichnet - "aus ökologischen Gründen gescheitert". Nun wolle man "einen erneuten Fehler machen und dort Wohnbebauung durchsetzen" - was mit Blick auf die ökologischen Folgen ebenso "katastrophal" sei. "Schon in den 80er Jahren wurde das Gewerbegebiet von der Ratsmehrheit abgelehnt", betonen die Initiativen - die Brisanz sei nach mehr als 20 Jahren größer als jemals zuvor, weil der "Flächenverbrauch immer weiter zugenommen hat."

Ein neues Wohngebiet in einem dermaßen sensiblen Bereich für die Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und Naherholung widerspreche "sinkenden Einwohnerzahlen" und "immer größeren Leerständen auch bei Einfamilienhäusern." Vor diesem Hintergrund müsse man der Innenstadtentwicklung Vorrang geben und "wertvolle Grünflächen am Stadtrand" verschonen. Jetzt hoffe man auf die Vernunft des Stadtrats, um die Baupläne "auf Dauer vom Tisch" zu bekommen. Alles andere sei ein Skandal.

Wie berichtet, steht auch die Kleine Höhe auf der Sparliste der Stadtspitze - mit 200000 Quadratmetern, die sich nach der Abkehr von den Gewerbegebiet-Plänen als Wohnraum in attraktiver Lage veräußern ließen. Es geht nach wie vor um viel Geld: Die Stadt Wuppertal erhofft sich zwölf Millionen Euro aus dem Verkauf von Baugrundstücken.

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