Kinder aus Namibia und Deutschland malen ihre Familien.

Anton bestaunt die Bilder seiner Klasse.
Anton bestaunt die Bilder seiner Klasse.

Anton bestaunt die Bilder seiner Klasse.

Andreas Fischer

Anton bestaunt die Bilder seiner Klasse.

Katernberg. Bilder von viel Sand, löchrigen Hütten und riesigen Schulklassen: Beeindruckt lauschen die Kinder dem Bericht von Julia Ritter. „Andrie schläft mit drei anderen Kindern zusammen in einem Bett und bekommt morgens, mittags und abends das gleiche zu essen: Maisbrei“, erzählt sie.

Vier Monate lang war die frühere Referendarin der Grundschule Birkenhöhe als Praktikantin in Namibia an der abgelegenen Mhe Thuto Primary School und erlebte das afrikanische Leben hautnah mit. Mit dem Projekt „Kunst für Bildung“ ist Julia Ritter, die jetzt in Bochum unterrichtet, an ihre frühere Schule zurückgekehrt: Die Kinder in Namibia und Klassen aus Deutschland und Luxemburg haben jeweils ihre Familien gemalt.

Der Verein Suni unterstützt Schulen und ein Kinderheim in Namibia

Während die afrikanischen Schüler oft große Familien mit Großeltern, aber auch Tieren darstellen, zeigen die meisten deutschen Bilder typische Kleinfamilien. Die 59 schönsten Bilder treten jetzt eine Reise durch alle beteiligten Schulen an und verdeutlichen die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.

Bei der offiziellen Vernissage an der Birkenhöhe, an der mehr als 400 Schüler, Eltern und Lehrer teilnehmen, wird Geld für den Verein Suni gesammelt, zu dessen Vorstand Julia Ritter gehört. Er unterstützt drei Schulen und ein Kinderheim in Namibia und baut derzeit, auch mit Hilfe aus Katernberg, ein zusätzliches Gebäude für die 250 Kinder des namibischen Kinderheims. Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag in der Grundschule Birkenhöhe 60 zu sehen.

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