Das Geburtshaus an der Hainstraße feiert am Sonntag unter anderem mit einer Modenschau.

Seit 20 Jahren kommen Mütter mit ihrem Nachwuchs an die Hainstraße.
Seit 20 Jahren kommen Mütter mit ihrem Nachwuchs an die Hainstraße.

Seit 20 Jahren kommen Mütter mit ihrem Nachwuchs an die Hainstraße.

Andreas Fischer

Seit 20 Jahren kommen Mütter mit ihrem Nachwuchs an die Hainstraße.

Elberfeld. Am Sonntag hält das Team des Geburtshauses Wuppertal inne. Dann blicken fünf Frauen auf das, was sie über viele Jahre hinweg geschafft haben. Das geschieht nicht in aller Stille hinter verschlossenen Türen, sondern im Rahmen eines Festes zum 20-jährigen Bestehen der Einrichtung an der Hainstraße, bei dem jeder mitfeiern darf.

Kristin Seeland ist von Beginn an dabei und erinnert sich an die facettenreiche Geschichte des Geburtshauses: „Es war ein bunter Reigen an Herausforderungen, Entwicklungen und Schwerpunkten. Kein Jahr war wie das andere“, sagt die Geschäftsführerin. Als Meilenstein nennt sie die vollständige Kostenübernahme von Geburtshilfe seitens der Krankenkassen. Ein weiterer sei die Vereinsträgerschaft für das Geburtshaus, für welches das Team erfolgreich gekämpft hatte. „Vieles, was wir tun, findet im Hintergrund statt und ist nicht unbedingt sichtbar“, sagt Seeland.

Die Einrichtung engagiert sich auch berufspolitisch

Im Zentrum der täglichen Arbeit der freiberuflichen Hebammen stehen die Bedürfnisse der Familie und ihres Nachwuchses. Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Stärkung von Mutter und Kind möchte das Team vermitteln – das strahlen auch die behaglich gestalteten Räume des Geburtshauses aus. Sie wirken wie ein zweites Zuhause.

Seeland erklärt: „Eine Geburt ist nichts Krankes, sondern etwas Geschütztes.“ Daneben engagiert sich das Geburtshaus-Team berufspolitisch, insbesondere, seitdem die Zukunft freiberuflicher Hebammen in Frage steht. Nach aktuellem Stand gibt es ab Juli 2016 keinen Haftpflichtversicherer mehr. „Wir möchten im Gespräch bleiben, Dinge thematisieren“, sagt Seeland.

Mit dem Fest stellen die Hebammen nicht nur sich und ihre Arbeit vor, – unter anderem haben sie ein Nachhaltigkeits-Projekt entwickelt und wollen anbauen – sondern setzen auch ein positives Zeichen: „Wir feiern trotz Unsicherheiten und glauben an die Zukunft. Dafür setzen wir uns weiter ein.“

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