Im stillgelegten Freibad Mirke ist die Reihe „Freiraum“ angelaufen. Bis Oktober gibt es Kunst und Musik auf dem Bad-Gelände.

Die Raumzeitpiraten Thomas Daemgen (links) und Moritz Ellerich haben Lichtinstallationen im trockenen Freibad-Becken errichtet.
Die Raumzeitpiraten Thomas Daemgen (links) und Moritz Ellerich haben Lichtinstallationen im trockenen Freibad-Becken errichtet.

Die Raumzeitpiraten Thomas Daemgen (links) und Moritz Ellerich haben Lichtinstallationen im trockenen Freibad-Becken errichtet.

Gerhard Bartsch

Die Raumzeitpiraten Thomas Daemgen (links) und Moritz Ellerich haben Lichtinstallationen im trockenen Freibad-Becken errichtet.

Mirke. Wasser ist leider immer noch nicht im Becken – doch was verschiedene Künstler am Freitagabend im leeren Becken des Freibads Mirke präsentierten, kam dem fehlenden Element schon etwas näher. Unter dem Titel „Freiraum“ wurde das stillgelegte Freibad wieder zum Leben erweckt. Kunst, Musik und Performance sollten das Gelände neu interpretieren.

„Durch das Licht und die Musik wollen wir ein Raumerlebnis schaffen.“

Csilla Letay, Organisatorin des Projekts „Freiraum“ in der Mirke

„Wir wollen den Raum experimentell ausloten und inszenieren“, so Mitorganisatorin Csilla Letay. Und das unter anderem auch mit einer Lichtinstallation des Künstlerduos Raumzeitpiraten. Aus Stangen, Gläsern, Lupen, Spiegeln und Lampen hatten sie ein wirr anmutendes Gebilde inmitten des leeren Beckens aufgestellt. „Wir bauen Lichtinstrumente“, so Tobias Daemgen vom Duo zu seinem Werk.

Angetrieben experimenteller Livemusik setzte sich auch die Lichtmaschine in Bewegung und erleuchtete die Seitenwände des Schwimmbeckens. Bunt flirrten Lichter durch den Raum – und schufen einen Eindruck, der an Unterwasserwelten erinnerte. „Durch das Licht und die Musik wollen wir ein Raumerlebnis schaffen.“, so Letay. „Wir wollen das Freibad Mirke in einem neuen Licht sehen.“ Dazu waren auch zahlreiche Besucher gekommen, die in dieser entspannten Atmosphäre Kunst einmal anders begegneten – denn das gesamte Gelände konnte erkundet werden.

Es gab nicht nur die verschiedensten Arbeiten zu entdecken – Skulpturen auf der Wiese, angestrahlte Bäume am Hang, Videoinstallationen und Hörspiele in den Umkleiden. „Man soll wirklich in das Gelände rein gehen.“, so Letay. Gleich mit mehreren Arbeiten vertreten war Hans Hoge. Ebenfalls im Becken präsentierte er eine ganz andere Ansicht unserer Stadt: Wuppertal aus Styropor. Entlang der Wupper hatte Hoge alle markanten Gebäude aus Styroporteilen aufgestellt. Mehrere Meter lang war sein Werk. „Ich möchte mir so einen Überblick über die Stadt verschaffen“, so der Künstler.

Noch bis Oktober soll die Reihe „Freiraum“ im Freibad Mirke fortgeführt werden. Jeden ersten Freitag im Monat werden dann Musik, Kunst und Performance unter immer anderen Mottos präsentiert.

www.freiraum-mirke.de
 

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