Vom 15. bis 17. September feiern die Anwohner das 500-jährige Bestehen. Zwischen 1000 und 1500 Besucher täglich werden erwartet.

Die katholische Kirche Sankt. Maria Hilf wurde 1865 eingeweiht.
Die katholische Kirche Sankt. Maria Hilf wurde 1865 eingeweiht.

Die katholische Kirche Sankt. Maria Hilf wurde 1865 eingeweiht.

Stefan Fries

Die katholische Kirche Sankt. Maria Hilf wurde 1865 eingeweiht.

Dönberg. Dönberg feiert dieses Jahr sein 500-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen auf das große Fest laufen bereits auf Hochtouren. Rund alle zwei Wochen trifft sich das Festkomitee, dazwischen gehen immer wieder Mails hin und her. Von Freitag bis Sonntag, 15. bis 17. September, soll ganz Dönberg zur Partymeile werden.

Zuerst mussten die Organisatoren jedoch einen neuen Verein gründen. „Das Fest ist ja eine kommerzielle Veranstaltung – wenn wir das über den Bürgerverein Dönberg hätten laufen lassen, hätten wir die Gemeinnützigkeit verloren“, erklärt Hans-Joachim Lüppken, Vorsitzender des Bürgervereins Dönberg. Also riefen die Vertreter der Dönberger Vereine den neuen Verein „Wir für Dönberg“ ins Leben. „Alle waren sofort bereit, mitzumachen“, freut sich Lüppken. Beim Notar waren die neuen Vorstandsmitglieder schon, derzeit läuft die Eintragung ins Vereinsregister.

Für das Datum des Fests entschied sich Lüppken beim Blick in den Kalender: „Der 15. bis 17. September passt zur ersten Erwähnung Dönbergs 1517 - das müssen wir nur irgendwie auf den Plakaten rüberbringen.“ Drei historisch interessierte Menschen beschäftigen sich gerade mit der Geschichte des Ortes, um daraus pünktlich zum Fest eine Chronik herauszubringen. In den Archiven von Wuppertal, Velbert und Münster suchen sie nach bisher unbekannten Dokumenten und Quellen. Sehr gerne würden sie auch die Original-Lehensurkunde ablichten, in der 1517 ein Waldstück „in dem Doenberg gelegen“ erwähnt wird. „Diese Chronik sollte dann jeder Dönberger im Bücherschrank stehen haben“, findet Lüppken.

Für das Fest soll von Freitagmittag bis Sonntagabend ein großer Teil der Höhenstraße für Autos gesperrt werden. Vereine und Privatpersonen sollen sich an Ständen präsentieren. „Wenn irgendjemand etwas Besonderes hat oder kann, soll er das vorstellen“, sagt Lüppken. Er freut sich über entsprechende Meldungen. Das Reformationsjahr der evangelischen Kirche könne dann gleich mitgefeiert werden. Beide Kirchengemeinden sollen einbezogen werden.

Derzeit führen die Organisatoren Gespräche mit diversen Musikern

Wahrscheinlich soll auch eine Bühne aufgebaut werden. Dazu ist ein großes Festzelt geplant, in dem jeden Abend Musiker unabhängig vom Wetter für Stimmung sorgen. Erste Gespräche mit Künstlern laufen, doch es sind noch keine Verträge unterschrieben.

Die Versorgung mit Essen soll weitgehend ein Profi übernehmen. Hier suchen die Organisatoren im Moment nach geeigneten Firmen. Die Vereine bieten Kuchen und Getränke an. Wie viele Feiernde wirklich kommen, hängt stark vom Wetter ab und ist schwer vorherzusehen. „Wir rechnen mit 1000 bis 1500 Menschen am Tag“, sagt Lüppken.

Kindergärten, Schulen und Sportgruppen treten nicht nur auf, sondern denken sich auch Mitmachaktionen für Kinder aus. So finden Familien auf dem Fest ebenso attraktive Ziele wie junge und ältere Erwachsene. Und ganz bestimmt wird es ein Wochenende, an dem sich die Dönberger alle auf der Höhenstraße treffen und mit vielen Menschen reden, die sie länger nicht gesehen haben.

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