Die Theater-AG nahm sich den „Sommernachtstraum“ vor.

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In Oberons Wald gehört die Magie zum Alltag. Die Theater-AG war angetreten, sie auf die Bühne zu bringen.

In Oberons Wald gehört die Magie zum Alltag. Die Theater-AG war angetreten, sie auf die Bühne zu bringen.

Gerhard Bartsch

In Oberons Wald gehört die Magie zum Alltag. Die Theater-AG war angetreten, sie auf die Bühne zu bringen.

Nordstadt. Sie kamen ganz groß raus: Bevor die Theater-AG der Helmholtz-Realschule Shakespeares „Sommernachtstraum“ aufführte, zeigte ein Video die Gesichter der Darsteller in Großaufnahme. Einige lächelten. Andere schauten konzentriert, ernst in die Kamera. Neugier auf allen Gesichtern – als fragten sie sich, wie die Geschichte ausgehen würde.

Die Geschichte begann auf jeden Fall spektakulär. Als Elfenkönig Oberon beschwor Florian Eich den „Zauber der Mittsommernacht“. Königin Titania (Sümeyye Celebi) hatte ihren Auftritt. Begleitet wurde das Paar von quicklebendigen Elfen - Ilayda Demirci, Kübra Erkan und Irem Topal - und von Oberons Diener Puck (Celine Pöthers). Ein echter Quälgeist, wie sich zeigen sollte.

In der Menschenwelt ging es schon jetzt drunter und drüber. Für Fürst Theseus war klar: Seine Tochter Hermia (Alicia Eich) heiratet Demetrius (Diandra Gräf in einer Hosenrolle). Hermia aber hatte sich in Lysander (Jan Marek) verliebt. Das junge Paar floh - ausgerechnet in Oberons Wald. Demetrius verfolgte sie und versuchte dabei vergeblich, seine Ex Helena (Dilara Birbiri) loszuwerden.

Raus aus dem Krankenbett, rauf auf die Bühne

Das war die Stunde von Oberons Zauberblume. Dass sich die verhexte Titania in den zum Esel verwandelten Handwerker Zettel (Luca Fallah Behnamiri) verguckte, war noch harmlos. Richtig doll wurde es, als Puck anfing zu zaubern. Angeheizt von laut stampfender Musik, spielten alle verrückt - bis Oberon einschritt.

Das letzte Wort hatten jedoch Puck und sein Gegenspieler Troll (Vanessa Stöltzel). „Ist das Stück jetzt zu Ende?“ - „Bis auf den Applaus - ja!“ Den spendete die Zuschauer. Neben den 18 Schauspielern wurden auch Regisseurin Anette Krock und die drei Jungs von der Technik gefeiert. Glück gehabt: Puck-Darstellerin Celine lag noch Tags zuvor mit 39 Grad Fieber im Bett. Jetzt stand sie wieder – und kam ganz groß heraus.

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