Der Stadtdechant und Pfarrer von St. Laurentius leitet noch eine weitere Gemeinde. Er baut auf Hilfe des Pastoralteams.

Bruno Kurth (Mitte) erhielt als Willkommensgruß von Kulturdezernent Matthias Nocke (l.) ein Spiel „Packesel“ und von Christan Neyer (r.), Vorstand des Pfarrgemeinderats, das Wahrzeichen „Windrad“.
Bruno Kurth (Mitte) erhielt als Willkommensgruß von Kulturdezernent Matthias Nocke (l.) ein Spiel „Packesel“ und von Christan Neyer (r.), Vorstand des Pfarrgemeinderats, das Wahrzeichen „Windrad“.

Bruno Kurth (Mitte) erhielt als Willkommensgruß von Kulturdezernent Matthias Nocke (l.) ein Spiel „Packesel“ und von Christan Neyer (r.), Vorstand des Pfarrgemeinderats, das Wahrzeichen „Windrad“.

Gerhard Bartsch

Bruno Kurth (Mitte) erhielt als Willkommensgruß von Kulturdezernent Matthias Nocke (l.) ein Spiel „Packesel“ und von Christan Neyer (r.), Vorstand des Pfarrgemeinderats, das Wahrzeichen „Windrad“.

Nordstadt. Als Bruno Kurth am Sonntagmorgen in der Kirche Herz Jesu in der Ludwigstraße von Pfarrer Ulrich Lemke in seine neues Amt als leitender Pfarrer eingeführt wurde, da durfte er der allgemeinen Sympathie gewiss sein. Schließlich kennt man den Geistlichen als Stadtdechanten und als leitenden Pfarrer der Gemeinde St. Laurentius seit langem, wobei anzumerken wäre, dass Kurth diese beiden Ämter auch weiterhin ausüben wird.

Predigt über den Weinberg des Herrn

Der beliebte Seelsorger folgt damit einer Weisung von Rainer Maria Woelki, dem Erzbischof von Köln, vom 26. Februar dieses Jahres, die wohl auch dem Personalmangel in der katholischen Kirchengemeinde geschuldet sein dürfte.

Dass Bruno Kurth in seiner Predigt das Gleichnis vom Weinberg des Herrn, in dem die Arbeit groß ist, aber nur „wenige der Arbeiter sind“, gewählt hat, hatte sicherlich symbolische Bedeutung.

Und der neue leitende Pfarrer gab auch zu, dass er seine umfangreiche Arbeit nicht allein leisten könne und deshalb auf die Hilfe des gleichfalls anwesenden und mit viel Beifall vorgestellten Pastoralteams angewiesen sei.

Zur Mittagszeit folgte der Messe ein Empfang im Pfarrzentrum von St. Maria Hilf in Dönberg. Hier hieß Christian Neyer, Vorstandsmitglied des Pfarrgemeinderates von Herz Jesu, Bruno Kurth auch im Namen von rund 20 000 Katholiken willkommen und überreichte ihm neben den von Kurth geschätzten in Flaschen abgefüllten Früchten des Weinbergs auch das Gemeindewahrzeichen, das „Elberfelder Windrad“ – so heißt auch die Gemeindezeitung.

„Ein Windrad ist immer in Bewegung“, so Neyer, und Bruno Kurth nahm das Stichwort gern auf und wies darauf hin, dass es allerdings nicht so sein dürfe, dass man sich nur um sich selbst drehe, sondern Einflüsse aus allen Richtungen aufnehmen müsse.

Dass dem neuen leitenden Pfarrer dabei auch die Förderung der Ehrenämter am Herzen liegt, wusste Gemeindemitglied Iris Valentin, die in der Flüchtlingsarbeit „Neue Nachbarn“ tätig ist. Von den neuen Nachbarn waren einige in prächtigen afrikanischen Gewändern unter den vielen Gästen im Gemeindesaal auf dem Dönberg und genossen vergnügt wie die übrigen Speisen und Getränke vom Büffet.

„Wir erhoffen uns von Bruno Kurth aber auch viele geistliche Impulse“, so Iris Valentin. Unter den vielen Gemeindemitgliedern und Gästen befand sich auch Matthias Nocke, Kultur- und Sportdezernent der Stadt, als Vertreter des Oberbürgermeisters Andreas Mucke.

Und der hatte, eingedenk der vielfältigen Tätigkeiten, die auf Bruno Kurth zukommen, ein besonders originelles Willkommensgeschenk mitgebracht: Ein Geschicklichkeitsspiel namens „Packesel“, das gleichermaßen hohe Tragfähigkeit wie auch Fingerspitzengefühl erfordert.

Bruno Kurth nahm’s schmunzelnd zur Kenntnis und pflegte lange ausgiebigen Gedankenaustausch mit den Dönbergern, zu denen auch sein evangelischer Amtsbruder Jan Fragner gehörte.

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