Schon im Winter beginnen die Planungen für die Sommersaison. Der Etat beträgt 50.000 Euro. Schwimmmeister wird gesucht.

Bäder
Für Frank Mühlhoff und viele weitere Ehrenamtliche gibt es auch im Winter im Kampf um den Erhalt des Freibades Eckbusch viel zu tun.

Für Frank Mühlhoff und viele weitere Ehrenamtliche gibt es auch im Winter im Kampf um den Erhalt des Freibades Eckbusch viel zu tun.

Uwe Schinkel

Für Frank Mühlhoff und viele weitere Ehrenamtliche gibt es auch im Winter im Kampf um den Erhalt des Freibades Eckbusch viel zu tun.

Eckbusch. Die winterliche Idylle am Eckbusch kann Frank Mühlhoff, Geschäftsführer der Freibad Eckbusch gemeinnützige Betreibergesellschaft mbH, nicht uneingeschränkt genießen. „Normalerweise müsste dort jetzt Wasser einlaufen“, sagt Mühlhoff mit Blick auf eine dünne Eisfläche, die sich nach einer frostigen Nacht im Becken des Freibads Eckbusch gebildet hat. Mühlhoff greift zum Telefon, kurz darauf kommt die Entwarnung.

576 Mitglieder setzen sich im Förderverein ein

Ein geplatztes Wasserrohr oder andere technische Probleme – die möchten der Förderverein Eckbusch und die Betreibergesellschaft mbH unbedingt vermeiden. Deshalb muss auch an Frosttagen der Wasserzufluss gewährleistet sein. Denn die kommende Freibadsaison am Eckbusch ist zwar finanziell gesichert, aber der Verein und die Betreibergesellschaft haben extrem knapp kalkuliert. Größere unplanmäßige Ausgaben sind da nicht vorgesehen. „Wir rechnen für einen Sommer mit Kosten von 50 000 Euro und planen immer nur von Jahr zu Jahr. Der Etat für 2013 ist gesichert, auch wenn kein einziger Badegast kommen würde“, gibt Frank Mühlhoff den Beschluss der Bad-Betreiber bekannt. Natürlich hoffen die Betreiber des Bades auf einen langen, guten Sommer und entsprechende Einnahmen, die in die Infrastruktur des Bades fließen sollen.

Seit 1991 hat der Förderverein Freibad Eckbusch mit dem ehrenamtlichen Kassendienst und der Pflege der Grünanlage schon maßgeblich zum Erhalt des Freibads am Stadtrand beigetragen. 576 Mitglieder zählt der Förderverein, 60 bis 70 Helfer sind im Sommer zuverlässig im Einsatz. „Als wir das Freibad Eckbusch Ende 2010 in Eigenregie übernehmen mussten, weil es die Stadt sonst aus Kostengründen geschlossen hätte, hat das Projekt noch einmal eine ganz andere Dimension angenommen“, sagt Frank Mühlhoff.

Dass man Frostschäden im Winter vorbeugen muss, ist nur einer der Punkte, die der Verein und die Betreibergesellschaft nun im Auge behalten müssen. Hinzu kommt ein größerer Verwaltungsaufwand, wobei aber der Kontakt zur Stadtspitze und dem Bäderamt nie abgerissen ist. „Im Rathaus hat man immer ein offenes Ohr für uns“, lobt Mühlhoff die Zusammenarbeit mit dem „früheren Besitzer“.

Ein heißer Sommertag kann die Bilanz retten

Eine der wichtigsten Personalfragen ist noch ungeklärt. So sucht die Betreibergesellschaft eine Schwimmmeisterin oder einen Schwimmmeister, ohne den kein Badebetrieb möglich ist. „Ich hoffe, dass wir fündig werden. Wir zahlen nach Tarif, aber eben zeitlich auf einen Sommer und etwa fünf Monate beschränkt. Auch alle, die einen Rettungsschwimmerschein haben, können sich gerne bei uns melden“, sagt Frank Mühlhoff.

Mit einem großen Tanz in den Mai startet das Freibad traditionell in die neue Saison. Zur Finanzierung sind auch Sommerfeste und andere Aktivitäten geplant. Wer im Förderverein Freibad Eckbusch mitmachen möchte, findet weitere Informationen unter:
www.freibad-eckbusch.de
 

Mit über 2000 Badegästen im Durchlauf rettete im August 2012 ein besonders heißer Tag die Vorjahresbilanz.

„An ganz schlechten Tagen machen wir aber auch schon einmal das Bad dicht, denn den großen Aufwand können wir uns nicht leisten, wenn niemand kommt. Unsere größten Kostenpunkte sind nun einmal die Personal- und Wasserkosten. Ein großer technischer Schaden an der alten Anlage wäre der schlimmste aller Fälle, der sogar das Aus bedeuten könnte“, erläutert Mühlhoff. Ab März beginnen die Vorbereitungen auf die Saison. Freiwillige Helfer und Sponsoren werden ständig gesucht – schließlich gilt es, eine Idylle am Eckbusch zu erhalten.

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