Die Stadt richtet die ehemalige Justizvollzugsschule für das Elberfelder Gymnasium her.

Hardt
Ein Blick in den ehemaligen Hörsaal der JVS, der künftig vom Gymnasium genutzt wird.

Ein Blick in den ehemaligen Hörsaal der JVS, der künftig vom Gymnasium genutzt wird.

Stefan Fries

Ein Blick in den ehemaligen Hörsaal der JVS, der künftig vom Gymnasium genutzt wird.

Hardt. Claudia Schweizer-Motte, Schulleiterin des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums, hat ihr neues Domizil schon bezogen – auch wenn am Büro noch das falsche Schild prangt. „Leiter der JVS. Herr Heß“ ist darauf zu lesen. Eine Kleinigkeit. Der Umzug des WDG auf die Hardt ist in vollem Gang und soll bis zum ersten Schultag nach den Ferien, dem 12. August, abgeschlossen sein. Eine Frist, die eingehalten werden muss, wie Thomas Lehn vom Städtischen Gebäudemanagement (GMW) beim gestrigen Rundgang (siehe Infokasten) betonte. „Dann starten nämlich die Umbaumaßnahmen am eigentlichen Schulgebäude am Johannisberg.“

Für drei Jahre hat die Stadt jetzt die ehemalige Justizvollzugsschule (JVS) als Ausweichquartier angemietet, insgesamt gut 10 000 Quadratmeter. Um das Gebäude nutzen zu können, sei insbesondere die Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes erforderlich gewesen, so Nicole Wentzel (GMW). „Unter anderem wurden ein zweiter Rettungsweg geschaffen und Gerüsttreppen aufgestellt.“ Außerdem hat das GMW die ehemaligen Studenten-Apartments im Seminartrakt zu Klassenräumen umgebaut und die ehemalige „Kneipe“ in eine Mensa verwandelt. Kosten für den Umbau insgesamt: etwa 650 000 Euro.

Rund 2500 Umzugskartons wurden gepackt

Für die Schüler und Lehrer am alten Standort hieß es vor den Ferien derweil Kartons packen. „So 2500 dürften es wohl gewesen sein“, schätzt Schweizer-Motte. Nicht alle landeten direkt am richtigen Platz, wie die Schulleiterin schmunzelnd erzählt. Aufgrund eines Zahlendrehers auf den Kisten stellte das Umzugsunternehmen eine ganze Palette Kartons auf dem Herrenklo ab. „Letztendlich ist aber alles besser gelaufen als gedacht“, sagt Schweizer-Motte. Das sagten ihr auch die Schüler, die sie auch in den Ferien antrifft. „Die sind neugierig, wollen natürlich gucken.“

Bei der Ausstattung, das räumt das GMW ein, spare man allerdings. Schließlich sei die JVS nur ein Übergangsquartier, für maximal drei Jahre. Denn vielleicht, so die Hoffnung, geht der Umbau des WDG am Johannisberg sogar schneller über die Bühne.

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