FairTrade steht in der Elberfelder Schule ganz oben auf dem Stundenplan. Als erstes Gymnasium in Wuppertal wurde es für seine nachhaltige Arbeit ausgezeichnet.

St.-Anna-Schule wurde als erstes Gymnasium in Wuppertal für nachhaltige Arbeit ausgezeichnet.
An „Coffee Stops“ (li.) machen die Schüler Werbung für FairTrade – dafür gab es jetzt das Logo.

An „Coffee Stops“ (li.) machen die Schüler Werbung für FairTrade – dafür gab es jetzt das Logo.

An „Coffee Stops“ (li.) machen die Schüler Werbung für FairTrade – dafür gab es jetzt das Logo.

Kerstin Huppertz, Bild 1 von 2

An „Coffee Stops“ (li.) machen die Schüler Werbung für FairTrade – dafür gab es jetzt das Logo.

Elberfeld. Ein fairer Handel mit Menschen in der dritten Welt, faire Preise und Arbeitsbedingungen für die Produzenten: Das verspricht das „FairTrade“-Logo. Transfair, ein Verein zur Förderung des Fairen Handels, hat jetzt das Gymnasium St. Anna als erstes Gymnasium in Wuppertal zur „FairTrade School“ ernannt.

„Dafür mussten wir fünf Bedingungen erfüllen“, erzählt Kerstin Huppertz, Religionslehrerin an St. Anna, die sich für den fairen Handel einsetzt. So muss es ein Schulteam geben, das sich um die Aktionen kümmert, Werbung gestaltet und beim Verkauf hilft. Einmal im Jahr muss es eine Großaktion geben. Das Team veranstaltet dann in Zusammenarbeit mit der Gepa und Misereor den „Coffee Stop“. „Da wird fair gehandelter Kaffee und Kakao ausgeschenkt und ein Film gezeigt. Die Lehrer kommen dann mit ihren Schülern und gucken sich das an“, berichtet Kerstin Huppertz.

Doch auch im Alltag wird fair gehandelte Schokolade verkauft - und das seit mehr als 20 Jahren. Früher setzten sich Heribert Brockes und Ulrich Schlager für fair gehandelte Waren ein. „Die Schokolade läuft gut, obwohl sie etwas teurer ist als andere“, betont die Lehrerin. „Mir ist es wichtig, ein Bewusstsein für die globale Welt zu schaffen und für die Arbeitsbedingungen in Dritte-Welt-Ländern.“

Außer Schokolade werden auch Körbe und Tücher angeboten

Damit überzeugt sie auch ihre Schüler: „Wir finden es gut, dass wir uns an St. Anna für eine gerechtere Welt einsetzen“, sagt Schüler Andreas Heinz. Finn Karge fügt hinzu: „Wenn man fair gehandelte Produkte kauft, kann man auch im Kleinen helfen.“ Und Hannes Hellenbruck meint: „Man kann sich in Schokolade erst richtig ,fairlieben‘, wenn man weiß, dass es den Produzenten auch gut geht.“ Neben Schokoriegeln sind auch andere Süßigkeiten beliebt.

Beim Basar alle zwei Jahre werden zusätzlich fair gehandelte Produkte wie Körbe oder Tücher angeboten. „Wir würden uns wünschen, dass das Ganze noch ausgebaut wird, etwa auf Rosen oder Frühstück“, hofft Kerstin Huppertz. Doch auch in anderen Fächern spielt der Handel auf Augenhöhe eine Rolle: In Erdkunde, Englisch oder Religion behandeln die Lehrer Themen wie Arbeitsbedingungen und Lebensqualität. So lernen die Kinder, wie sich ihr Konsumverhalten direkt auf Kleinbauern in weit entfernten Ländern auswirkt.

Wer FairTrade School werden will, muss fünf Kriterien erfüllen: Es muss ein Schulteam geben, die Schule muss einen Fairtrade-Kompass für das weitere Vorgehen erstellen, fair gehandelte Produkte müssen an der Schule verkauft werden und sie müssen im Unterricht behandelt werden. Mindestens einmal im Jahr muss es eine größere Schulaktion zum Thema Fairtrade geben.

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