In der letzten Juniwoche gibt es im „Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft“ diverse Aktionen und Veranstaltungen.

In der letzten Juniwoche gibt es im „Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft“ diverse Aktionen und Veranstaltungen.
Sportamtsleiter Norbert Knutzen bezeichnete die Schwimmoper als „Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft“. Archiv

Sportamtsleiter Norbert Knutzen bezeichnete die Schwimmoper als „Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft“. Archiv

Andreas Fischer

Sportamtsleiter Norbert Knutzen bezeichnete die Schwimmoper als „Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft“. Archiv

Elberfeld. In der Kalenderwoche 26 feiert das Stadtbad auf dem Johannisberg, bekannt als die „Schwimmoper“, ihr 60-jähriges Bestehen. Und zwar mit einer Festwoche, die Sport, Kultur und Gesundheit dank großzügiger Sponsoren auf höchst unterhaltsame Art vereinigt. Das fünftägige Programm vom 26. bis zum 30. Juni stellte ein Gremium mit dem Sport- und Kultur-Dezernenten Matthias Nocke an der Spitze, gestern Mittag in der Schwimmoper vor.

Der 30. Juni, ein Freitag, wird den Höhepunkt der Jubiläumswoche bilden, wenn ab 20 Uhr die große Dance- und Poolparty steigt. Das Nichtschwimmerbecken wird (geleert selbstverständlich) zum Tanzboden umfunktioniert, während im Schwimmerbecken je nach Temperament und Belieben geschwommen, aber auch auf lauschigen Badeinseln „gechillt“ werden kann. In „Gloves“, durchsichtigen wasserdichten Kugeln kann man über das Wasser laufen und ab Mitternacht auf den Tribünen eine Laser-Show genießen. Ein kulturelles Erlebnis besonderer Art verspricht Enno Schaarwächter, kaufmännischer Leiter der Wuppertaler Bühnen, mit dem Auftritt eines Gesangs-Duetts, das neben Sequenzen aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ auch das zu Tränen rührende „Nessum dorma“ (Keiner schlafe) und das nicht minder zu Gemüte gehende Liebes-Duett aus „La Bohéme“ vortragen und damit auch dem Gebäudenamen „Schwimmoper“ gerecht werden wird.

Oper und Stadtbad werden im Juni im wahrsten Sinne eins

„Für uns eine wunderbare Gelegenheit, einem großen Publikum Oper und Musical näher zu bringen“, so Enno Schaarwächter, der eine weitere Parallele zwischen Oper und Stadtbad ausgemacht hatte: „Beide wurden 2009 saniert.“ Drei Jahre lang wurde die Schwimmoper damals umgebaut und wieder auf Hochglanz gebracht. Der Grund, weshalb das halbe Jahrhundert damals nichtstilgerecht gefeiert werden konnte.

Die große Jubiläumsfete am 30. Juni soll als Abschluss der Festwoche und „Saturday-Night-Fever“ bis ins Morgengrauen des 1. Juli gehen und wird 20 Euro Eintritt kosten. „666 Besucher dürfen wir herein lassen und sind sicher, dass die Karten schnell verkauft sein werden“, hat Matthias Nocke keine Bedenken.

Doch auch die Tage vorher können sich laut Michael Kieckbusch, dem für die städtischen Bäder verantwortlichen Abteilungsleiter, sehen lassen: Schnupper-Angebote im gesamten Kursbereich können am Montag, 26. Juni, bei normalem Eintrittsgeld wahrgenommen werden.

Am 27. Juni ist Kindertal-Tag mit großer Wasserrutsche. Die Eintrittsgelder (in normaler Höhe) werden der Aktion Kindertal gespendet.

Am 28. Juni startet nachmittags die Stadtmeisterschaft im Schwimmen. „Die Schwimmoper ist schließlich ein Wettkampf-Bad“, stellte Sport- und Bäderamtsleiter Norbert Knutzen fest.

Und am 29. Juni ist „Sauna-Tag“, zu dem die dafür verantwortliche Annika Sander die Gäste mit speziellen Aufgüssen überraschen wird.

Matthias Nocke erinnerte beim Pressegespräch an den damaligen Baudezernenten und visionären Architekten Friedrich Hetzelt, der dieses prägnante und in seinem Baustil einzigartige Gebäude von 1955 bis 1957 bauen ließ. Die Kosten seinerzeit: vergleichsweise niedrige 7,2 Millionen DM.

„Die Schwimmoper ist das Flaggschiff der Wuppertaler Bäderlandschaft geworden“, vermerkte Norbert Knutzen mit lokalpatriotischem Stolz und freut sich auf die Jubiläumswoche.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer