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Das Gebäude gehört schon jetzt nicht mehr der Post.

Das Gebäude gehört schon jetzt nicht mehr der Post.

Uwe Schinkel

Das Gebäude gehört schon jetzt nicht mehr der Post.

Elberfeld. Entrüstet hörten die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld, was ihnen ein Vertreter der Deutschen Post über Veränderungen im Filialnetz berichtete. Denn hinter weitschweifigen Erläuterungen verbarg sich die Nachricht, dass der Schalterbetrieb am Kleeblatt in der jetzigen Form bald der Vergangenheit angehören wird.

Nur noch 400 Filialen bundesweit werden derzeit im Eigenbetrieb geführt. Auch sie sollen bis Ende 2011 in Partnerfilialen umgewandelt werden, darunter der Standort Kleeblatt. Daran sei nicht mehr zu rütteln. Unklar bleibe einzig, welche Postagentur künftig den Dienst versehen werde. Damit verbunden sei die Frage, ob der Schalterbetrieb eine neue Adresse erhalten werde oder lediglich unter neuer Führung am Kleeblatt verbleibe.  

Angesichts des hohen Publikumsverkehrs müsse es sich bei dem Partner um ein großes Geschäft handeln. Denkbar sei auch, den Betrieb auf zwei Standorte zu verteilen. Ebenso könne der Partner das Gebäude am Kleeblatt, das schon jetzt nicht mehr Eigentum der Post ist, zum Sitz seines Geschäftes wählen und dort nebenbei das Postgeschäft führen.
Längere Öffnungszeiten, Unterstützung des Mittelstands, Verbundeinkäufe für den Kunden und Synergieeffekte nennt die Post als Vorzüge. Personal werde nicht entlassen, sondern allenfalls in andere Bereiche verlagert. Dass die Post das Kundenaufkommen am Kleeblatt hoffnungslos unterschätzte, kritisierte die BV mit scharfen Worten und bat, den Standort zu erhalten.

Wenn es hingegen erforderlich sei, den Schalterbetrieb tatsächlich zu verlegen, so solle unbedingt auf eine vergleichbar gute Verkehrsanbindung geachtet werden. Man sei allerdings skeptisch, ob das Kleeblatt ersetzbar sei. Der Postvertreter konterte: "Es funktioniert überall, warum nicht auch dort?"

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