An der Garterlaie sorgte eine Ausstellung alter Haushaltsgeräte für leuchtende Augen und so manche Erinnerung an früher.

Dorothea Wienken, Leiterin des Sozialen Dienstes (rechts), und Bewohnerin Hannelore Schiffer (76) testen Handquirle aus der Ausstellung.
Dorothea Wienken, Leiterin des Sozialen Dienstes (rechts), und Bewohnerin Hannelore Schiffer (76) testen Handquirle aus der Ausstellung.

Dorothea Wienken, Leiterin des Sozialen Dienstes (rechts), und Bewohnerin Hannelore Schiffer (76) testen Handquirle aus der Ausstellung.

Stefan Fries

Dorothea Wienken, Leiterin des Sozialen Dienstes (rechts), und Bewohnerin Hannelore Schiffer (76) testen Handquirle aus der Ausstellung.

Sonnborn. Es sind praktische Helfer im Haushalt. Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine oder Kaffeevollautomat machen das Leben deutlich leichter. Zu Großmutters Zeiten musste die tägliche Arbeit meist von Hand erledigt werden. Doch auch damals gab es unverzichtbare Haushaltsgegenstände, die ganz ohne Strom funktionierten. Der Umgang damit war allerdings deutlich mühsamer, als heute.

Bei einer Ausstellung im Sonnborner St. Remigiushaus wurde die Ära von Kaffeemühle, Waschbrett oder Kohleofen wieder lebendig. Dabei konnten Bewohner und Besucher sowohl alte Haushaltsgegenstände als auch die passenden Spielzeugformate in Augenschein nehmen. Letztere wurden von der Wuppertaler Toys Company zur Verfügung gestellt.

„Besonders das alte Spielzeug kommt sehr gut an“, sagt Toys-Company-Mitarbeiterin Hayat Fennaoui. Dabei ergebe sich ein nostalgisches Gefühl. Das bestätigt auch Dorothea Wienken vom Remigiushaus. „Die Bewohner schwelgen in alten Erinnerungen“, berichtet sie. „Ich kann mich auch selber noch gut an meine Spielzeugnähmaschine erinnern, die mit Fußbetrieb lief“, erzählt die Leiterin des sozialen Dienstes.

Auch Christel Geerst weiß noch einiges aus der alten Zeit zu berichten. Die ehrenamtliche Helferin des Hauses hat ihrer Grußmutter beim Bügeln geholfen. „Das Bügeleisen wurde mit Kohle beheizt und wir mussten sehr aufpassen, dass nichts auf die Wäsche kam“, berichtet die 84-Jährige. Beim Waschtag hätten ganz selbstverständlich alle mitgemacht. „Das war eine schwere Arbeit, aber in der Gemeinschaft war das auch schön“, berichtet sie.

Besonders gern denkt Christel Geerst an das Waffeleisen ihrer Oma zurück, mit dem leckerer Nachtisch entstand. Auch das wurde mit Kohle betrieben, weshalb eine sorgfältige Handhabung notwendig war. Bewohnerin Irmtraud Michel hatte es die Kaffeemühle ihrer Großmutter angetan. „Die hat sie immer auf dem Schoß gehabt und kräftig gekurbelt. Wir Kinder fanden das total spannend, auch weil es so schön geduftet hat“, erzählt die 84-Jährige.

Die Ausstellung umfasste unter anderem noch ein Nudelholz, einen handbetriebenen Quirl und eine alte Wärmflasche aus Kupfer. Dazu gab es die passenden Spielzeugvarianten und eine komplett eingerichtete Puppenküche. Die entsprechende Beschäftigung der Kinder hatte nicht nur einen spielerischen Zweck. „Damit sollten vor allem die Mädchen an die Hausarbeit herangeführt werden“, erklärt Dorothea Wienken. Sie freute sich über die Resonanz auf die Ausstellung und die Bandbreite der Haushaltsgegenstände im Spielzeugformat.

Mit solchen Aktionen will die Toys Company ihre Arbeit bekannter machen. Bei der Einrichtung handelt es sich um ein Sozialprojekt der Dekra Akademie in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Wuppertal. Es werden Spielzeuge gesammelt, für bedürftige Kinder aufgearbeitet und verschenkt.

Langzeitarbeitslose können dadurch Praxiserfahrung sowie gezielte Förderungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ihre Chancen für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt verbessern. Der Vohwinkeler Standort der Toys Company liegt an der Corneliusstraße 2.

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