Viele BV-Mitglieder befürworten ein Fast-Food Restaurant – gegen den Vorschlag der Verwaltung. Das Thema wurde vertagt.

Streitpunkt an der Briller Straße: Viele BV-Mitglieder sind für ein Mc Donald’s, die Verwaltung hat andere Pläne mit dem Gelände. In direkter Nachbarschaft: Die Shell-Tankstelle und ein Aldi-Markt.
Streitpunkt an der Briller Straße: Viele BV-Mitglieder sind für ein Mc Donald’s, die Verwaltung hat andere Pläne mit dem Gelände. In direkter Nachbarschaft: Die Shell-Tankstelle und ein Aldi-Markt.

Streitpunkt an der Briller Straße: Viele BV-Mitglieder sind für ein Mc Donald’s, die Verwaltung hat andere Pläne mit dem Gelände. In direkter Nachbarschaft: Die Shell-Tankstelle und ein Aldi-Markt.

Uwe Schinkel

Streitpunkt an der Briller Straße: Viele BV-Mitglieder sind für ein Mc Donald’s, die Verwaltung hat andere Pläne mit dem Gelände. In direkter Nachbarschaft: Die Shell-Tankstelle und ein Aldi-Markt.

Brill. Für viel Gesprächsstoff sorgte in der vergangenen Bezirksvertretung (BV) Elberfeld-West der Vorschlag der Verwaltung, für das Grundstück Briller Straße 183a eine Veränderungssperre einzurichten. Wie berichtet, gab es ursprünglich Pläne, in zweiter Reihe auf dem ehemaligen Kölker-Gelände, nahe der Shell-Tankstelle und dem Aldi-Supermarkt ein MC Donald’s zu errichten. Klaus-Peter Frühauf, der in Wuppertal fünf Fast-Food-Filialen betreibt, wollte auch an der Briller Straße bauen.

Thema wurde in die nächste BV-Sitzung Anfang März vertagt

Doch laut Verwaltungsvorlage sind Gaststätten sowie Vergnügungsstätten und Einzelhandelsbetriebe im betroffenen Gebiet künftig nicht mehr zulässig. Stattdessen sollen am Eingang zum Briller Viertel Gewerbe-und Büroflächen entstehen. "Wir wollen ein vernünftiges Gesamtkonzept mit geordneter Erschließung, weil das Gelände Eingang zum Briller Viertel ist", begründete Heike Hellkötter, Leiterin des Ressorts Bauen und Wohnen.

"Es gibt keine Alternativen zum Mc Donald’s"

Heribert Stenzel (WfW) sprach sich deutlich gegen den Verwaltungsvorschlag aus: "Es gibt keine Alternative zum Mc Donald’s." Aus seiner Sicht könne es sich die Stadt nicht leisten, Investoren zu vergraulen. Außerdem könne keine Rede davon sein, dass es sich bei der Lage tatsächlich um das Briller Viertel handele. Stenzel kann nicht nachvollziehen, warum die vorhandene Tankstelle und der Supermarkt ins Konzept passen, eine Fast-Food-Filiale aber unerwünscht ist.

Walter Boese, SPD-Fraktionssprecher, sprach in der Bezirksvertretung für sich und nicht für seine Fraktion. "Ich halte ein Mc Donald’s an dieser Stelle für zweckmäßig." Es gebe an der Autobahn A 46 kaum Gelegenheiten zum Rastmachen. Wie viele andere betonte er, dass die Verkehrsführung an dieser Stelle grundsätzlich neu überdacht werden müsse: Bisher gibt es von dem Aldi-Supermarkt aus keine Möglichkeit, in Richtung Autobahn/Velbert abzubiegen. Durch eine neue MC Donald’s Filiale würde die Situation verschärft. Das Verkehrsproblem war übrigens seinerzeit Anlass für die BV gewesen, eine einjährige Sperrfrist zu befürworten.

Aus Sicht von Bezirksbürgermeisterin Christa Kühme (CDU) ist das größte Problem die verkehrliche Anbindung. "Dazu wünschen wir uns eine Stellungnahme der Verwaltung, um dann gegebenenfalls über die Veränderungssperre abzustimmen." Die CDU-Fraktion sei in der Standort-Frage gespalten, grundsätzlich sei man aber nicht pauschal gegen ein Mc Donald’s. Dr. Frank Langewische (CDU) verkündete derweil: "Ich werde auf alle Fälle gegen den Verwaltungsvorschlag stimmen." Für Familien sei die Lage des Restaurant nahe Autobahn und in Zukunft auch nahe der Trasse attraktiv, auch freue er sich als Vater über Wickel-Gelegenheiten.

Der Rat soll am 30. März über die Veränderungssperre beraten

Laut Bauplanungsrecht kann die Gemeinde eine Veränderungssperre erlassen, wenn für das fragliche Gebiet die Aufstellung eines Bebauungsplans bereits beschlossen ist. Möglich ist auch eine Beschränkung auf einzelne der im Gesetz genannten Verbote.

Die nächste Sitzung der BV Elberfeld West findet am 4. März um 18.30 Uhr statt.

Die Grünen sind einem Restaurant gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, fordern aber ein Verkehrskonzept.

Das Thema wurde jetzt in die nächste BV-Sitzung am 4. März vertagt, dann will die Bezirksvertretung ihre Empfehlung abgeben. Der Rat soll am 30. März über die Veränderungssperre entscheiden.

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