Der Wuppertaler Kneipp-Verein hat die diesjährige Saison eröffnet.

Vereins-Vorsitzende Renate Brix simuliert das Kneippen.
Vereins-Vorsitzende Renate Brix simuliert das Kneippen.

Vereins-Vorsitzende Renate Brix simuliert das Kneippen.

Anna Schwartz

Vereins-Vorsitzende Renate Brix simuliert das Kneippen.

Elberfeld. Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und somit beginnt die Saison des Kneippens. Der Wuppertaler Kneipp–Verein hat jetzt das erste Wassertreten mit anschließendem Frühlingsfest in der Kneipp-Anlage des St. Josef-Krankenhauses gefeiert.

Karl Otto Franke, Ehrenvorsitzender des Wuppertaler Kneipp-Vereins, erklärt wie es funktioniert: „Sie steigen langsam in das Wasser und gehen im Storchengang Ihre Runde. Es ist wichtig, dass immer nur ein Bein angehoben ist.“ Sobald ein Kältegefühl in den Füßen spürbar ist, endet der erste Durchlauf mit dem Verlassen des Beckens. Eine mehrmalige Wiederholung des Vorgangs ist durchaus möglich, dabei sollte zwischen Arm- und Beinanwendung ein Abstand von zwei Stunden eingehalten werden. „Trocknen Sie Ihre Beine nicht mit einem Handtuch, sondern streichen Sie das Wasser ab“, rät Karl Otto Franke.

Das Wassertreten oder Kneippen ist eine Behandlungsmethode der Hydrotherapie (Heilbehandlung durch die gezielte Anwendung von Wasser) und wird auf der Grundlage von Pfarrer Sebastian Kneipp angewendet. Zu der Kneipptherapie zählen fünf Säulen, die sich über die Bereiche innere Balance, Anwendung von Kräutern, Bewegung, Gesundheit und die Kraft des Wassers erstrecken.

Durch das kalte Wasser ziehen sich die Venen zusammen. Die anschließende Raum- oder Außenwärme sorgt dafür, dass sich diese wieder ausdehnen. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und der Kreislauf angeregt. Ferner wird es bei der Behandlung von Migräne eingesetzt, stärkt das Immunsystem und hilft bei der Vorbeugung von Krampfadern sowie Erschöpfung.

Das Grundstück des Kneipp-Beckens am St. Josef Krankenhaus wurde von dem Krankenhaus zur Verfügung gestellt, der seit etwa 195 Jahren bestehende Verein hat das Becken finanziert und ist für die Instandhaltung zuständig.

Es ist für Jeden frei zugänglich: „Wenn Sie gerade in der Stadt sind, können Sie das Becken selbstverständlich kostenfrei nutzen“, erklärt Renate Brix, Vorsitzende des Vereins.

Das Kneippen zeigt Wirkung: Nicht nur Renate Brix sieht glücklich aus - auch die anderen Anwesenden sind durch das Verfahren entspannt.

Bei dem anschließenden Frühlingsfest hat es Kaffee, Kuchen und Backwaren für alle Anwesenden gegeben. Auch Kinder konnten dort eine Beschäftigung finden – Für sie hat der Verein Material zum Malen und Ballons zur Verfügung gestellt.

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