Beim WZ-Mobil zeigen sich viele unzufrieden und bringen Vorschläge, wie der Platz belebt werden könnte.

Ein Platz zum Passieren, nicht zum Verweilen – der Karlsplatz.	Foto: Stefan Fries
Karlsplatz

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Fries, Stefan (fr)

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Elberfeld. Der Elberfelder Karlsplatz zählt zu den „deutlich angstbesetzten“ Plätzen in Wuppertal und trotz seiner exponierten Lage eher zu den unbeliebten Orten. Dass den Wuppertalern neben der bekannten Rattenplage auch die Anwesenheit anderer ungeliebter Zeitgenossen ein Dorn im Auge ist, ist allseits bekannt. Dass etwas geschieht wäre auch deshalb wichtig, weil sich Besucher der Innenstadt nach Fertigstellung des Döppersbergs anders orientieren werden. Beim WZ-Mobil machten Bürger ihrem Herzen Luft und gaben Anregungen für Verbesserungen

Zum Beispiel äußerte sich Domenico Ongeri von der Enoteca San Lorenzo: „Es ist fürchterlich mit diesen langen Ratten. Ich habe mehrfach mit dem Ordnungsamt telefoniert und die Stadt sollte dringend etwas unternehmen.“ Viele Kunden hätten die „schönen Mäuse“ fotografiert - unter diesen Umständen blieben die Kunden aber aus und er könne die Miete nicht mehr bezahlen. Es werde zwar jeden Tag zwar sauber gemacht, aber am nächsten Tag sehe es wieder genauso aus.

Helga und Udo Koburg haben Verbesserungsvorscläge: „Ringsherum fehlt es an Farbe. Die dunklen Laubenbereiche müssen weg und man sollte dort etwas Belebendes und Marktähnliches oder auch Wasserrinnen installieren. Bänke und Schirme sowie Blumenstände und natürlich etwas für Kinder könnten diesen Platz viel schöner machen.“

Dagegen findet Klaus Elle, dass der Karlsplatz anderen Plätzen etwas voraus habe: „Beispielsweise ist die Pergola-Begrünung gut gelungen. Das finden allerdings auch Menschen, die man dort nicht gerne antrifft. Aber diese Probleme gibt es in jedem Stadtteil.“

Stefano Bähr wiederum nervt die Rattenplage: „Dagegen müsste man schnellstens etwas unternehmen. Bis zu 20 Ratten sieht man manchmal dort. Und trotz Telefonaten mit dem Ordnungsamt passiert dort nichts. Auch der Spielplatz sollte wieder benutzbar gemacht werden, auch wenn dort alkoholisierte Menschen sind, die den Platz bei schönem Wetter bevölkern. Kleinere Veranstaltungen könnten dort auch stattfinden.“

Christina Schlingmann ist sich nicht sicher, ob die Ratten oder die zwielichtigen Gestalten schlimmer sind: „Man kann sich aufgrund der herumlungernden Menschen am helllichten Tag nicht mehr sicher fühlen. Durch Außengastronomie oder zeitweiser Verlegung des Marktes oder des Weihnachtsmarktes hierher könnte man den Karlsplatz beleben. Die Alternative ist: Platz weg - Parkplatz hin.“

Christoph Roes zeigt Rattenfotos auf seinem Handy: „Das geht doch gar nicht. Seit Jahren passiert hier nichts und der schöne Platz verloddert, wie auch die Rathausgalerie. Zuletzt, als es ein Gourmetfest und ein Karnevalszelt gab, war hier etwas los. Der Markt könnte umziehen, oder Stadtfeste und die Coctailtage könnten hier ausgerichtet werden. Außerdem sollte die Stadt für ein striktes Alkoholverbot sorgen, dann treiben sich hier auch nicht mehr bestimmte Menschen rum.“

Claudia Lichter hat gleich mehrere gute Ideen: „Nach den Einkäufen finde ich in der Enoteca San Lorenzo ein ruhiges Plätzchen. Durch gute Ankündigung und Promotion könnten dort auch Musikauftritte stattfinden. Die begrünten Arkaden sind hübsch, aber abends und nachts finden sich dort Junkies und Alkoholiker ein. Zur Belebung des Karlsplatzes schlage ich einen Blumenmarkt und in der Winterzeit wirklich gutes Kunsthandwerk, Glasbläserei und Kunstschmiede vor. Vielleicht auch einmal pro Woche einen Fisch- und Käsemarkt. Zudem könnte die Firma Orthmann eine Weinverköstigung arrangieren.

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