Frühestens ab 2018 könnte Geld für eine Baumaßnahme bereitstehen.

Frühestens ab 2018 könnte Geld für eine Baumaßnahme bereitstehen.
Die Treppe ist seit langem in einem schlimmen Zustand. Archiv

Die Treppe ist seit langem in einem schlimmen Zustand. Archiv

Anna Schwartz

Die Treppe ist seit langem in einem schlimmen Zustand. Archiv

Nützenberg. Über 155 Stufen führt die Jakobstreppe von der Friedrich-Ebert-Straße auf die Nützenberger Straße, für viele Anwohner war sie früher eine wichtige Abkürzung auf den Nützenberg oder in die Talachse. Das ist allerdings schon etliche Jahre her: Seit Januar 2009 ist die Treppe gesperrt, weil das denkmalgeschützte Bauwerk wegen Frostschäden nicht mehr benutzt werden kann. Seitdem kann die längste durchgehend gerade Treppe der Stadt nicht mehr betreten werden, ein Ende der Sperrung dürfte wohl noch einige Zeit andauern. Während Pflanzen mittlerweile die Treppe überwuchern, warten Anwohner auf die Sanierung und Wiedereröffnung des Bauwerks.

Derzeit ist nicht absehbar, wann die Stadt die etwa 600 000 Euro für die Sanierung bereitstellt. In der aktuellen Haushaltsplanung sei das Bauwerk nicht berücksichtigt, sagt Stadtsprecher Thomas Eiting. Die Prioritäten lägen aktuell auf anderen Baumaßnahmen. So soll etwa die Treppe an der Bogenstraße in Barmen ab dieser Woche zurückgebaut und durch eine schmalere Treppe ersetzt werden: 135 000 Euro kostet die Baumaßnahme, etwa vier Monaten dauern die Arbeiten.

Frühestens bei den Haushaltsberatungen im kommenden Jahr könnte die Sanierung der Jakobstreppe wieder thematisiert werden, sagt Eiting. Sollte dann Geld bereitgestellt werden, könnten die Mittel frühestens ab 2018 fließen. Problematisch sei auch, dass es an Personal für die Baumaßnahme fehle. Nicht zuletzt durch die Arbeiten an der Nordbahntrasse seien viele Mitarbeiter der Stadt eingespannt. Deswegen habe die Jakobstreppe derzeit keinen Vorrang, räumt der Stadtsprecher ein.

Ingelore Ockel, Bezirksbürgermeisterin für den Bereich Elberfeld-West, kennt das Problem seit Langem und ist über die Hinhaltetaktik der Stadt verärgert. „Wir haben das Thema jedes Jahr immer wieder auf der Tagesordnung“, sagt die CDU-Politikerin. Die Stadt habe jedoch darauf hingewiesen, dass sie derzeit kein Geld für die Sanierung der Treppe habe. Für den Stadtteil sei die 1887 eröffnete Treppe aber ein wichtiges Bauwerk. Deswegen sei die Sanierung dringend geboten.

Zuletzt hatte die Bezirksvertretung Elberfeld-West im Dezember den Finger in die Wunde gelegt. Einstimmig fordern die Bezirkspolitiker von der Stadt, die „mit wechselnden Argumenten immer wieder verschobene Sanierung der Jakobstreppe“ nun endlich anzugehen und in dem Haushaltplan 2018 zu berücksichtigen. Die Tatsache, dass das Bauwerk seit 2009 gesperrt sei, könne „wohl nicht ernsthaft als Beleg der Überflüssigkeit gewertet werden“, hieß es in dem Beschluss der Bezirksvertretung.

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