Studenten organisieren im Bahnhof Mirke den ersten Cyclehack in Wuppertal und suchen Tipps für Radler.

Dies ist die Organisations-Gruppe aus Designstudenten der Uni-Wuppertal, die Cyclehack entwickelt haben.
Dies ist die Organisations-Gruppe aus Designstudenten der Uni-Wuppertal, die Cyclehack entwickelt haben.

Dies ist die Organisations-Gruppe aus Designstudenten der Uni-Wuppertal, die Cyclehack entwickelt haben.

Laura Popplow

Dies ist die Organisations-Gruppe aus Designstudenten der Uni-Wuppertal, die Cyclehack entwickelt haben.

Cyclehack? Einige dürften sich schon fragen, was der Begriff bedeutet. Alexander Kaymer, Student an der Bergischen Uni, muss kurz überlegen und erklärt dann, was hinter dieser weltweiten Bewegung steckt. „Es geht einfach darum, Hindernisse, die vom Fahrradfahren abhalten, zu umgehen. Fahrradfahren effizienter zu machen.“ Der Begriff leitet sich von Lifehacks ab, kleinen „Lebenshilfen“. Gesucht werden also „Fahrradhillfen.“

„Es gab noch keinen Cyclehack, bei dem nichts entstanden ist.“

Alexander Kaymer erwartet Ergebnisse aus den Ideen

Was das sein kann? Eine Idee von einem Cyclehack in Schottland sei zum Beispiel gewesen, die manchmal mit Pinnen besetzten Pedale von Rädern mit kleinen Schwämmen zu umspannen. „So kann man dann im Sommer, was viele ja mögen, barfuß Fahrrad fahren.“ Oder eine Klammer, die verhindere, dass bei Frauen der Wind beim Fahrradfahren den Rock hoch weht, erklärt Kaymer.

Der 22-Jährige und gut ein Dutzend Kommilitonen aus dem Fachbereich Design laden vom 19. bis 21. Juni zum ersten Cyclehack Wuppertals in den Bahnhof Mirke ein (siehe Kasten). Es gibt Vorträge, dazu Workshops, in denen Ideen gesammelt werden. „Das können auch Kleinigkeiten sein.“ Man sei völlig offen, so Kaymer. So könne zum Beispiel auch an einer App gearbeitet werden oder Anstöße gegeben werden, wie es in Zukunft attraktiver wird, in der Stadt mit dem Rad unterwegs zu sein. „Bei der Idee für eine Seilbahn sollte man zum Beispiel direkt mit dran denken, Platz für Fahrräder zu schaffen.“

Die Teilnahme ist komplett kostenlos

Wuppertal sei noch keine Fahrradstadt, räumt Kaymer ein, auch wenn sich die Bedingungen verbessert hätten. Zu viel konzentriere sich auf die Trassen und Fahrradfahren in der Freizeit. „Warum werden Fahrräder aber nicht wie Autos genutzt, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit?“

Der Veranstaltungsort am Bahnhof sei ideal, so Kaymer. Schließlich hat in Utopiastadt auch das Reparaturcafé seine Heimat und es gibt – dem Trassen-Fahrradverleih sei Dank – genug Drahtesel, um Ideen auch direkt auszuprobieren. Die Teilnahme an der kompletten Veranstaltung ist – dank der Hilfe von Sponsoren – kostenlos. Über weitere Unterstützer freuen sich die Organisatoren allerdings. Kaymer betont, dass am Ende des Wochenendes konkrete Ergebnisse vorliegen sollen. „Es gab noch kein Cyclehack, bei dem nichts entstanden ist.“ Grundsätzlich sei das Ziel, die Wuppertaler aufs Rad zu bringen. Die Berge, so Kaymer, seien sicher ein Grund, der viele abschrecke, „aber kein Hindernis, Fahrrad zu fahren“.

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