An der Katernberger Straße entsteht ein Mehrfamilienhaus – inklusive Pfarrbüro und Pastorenwohnung der Niederländisch-Reformierten Gemeinde.

Links: So soll der Neubau aussehen. Rechts: Anwohner Oliver von Blomberg blickt direkt auf das Baugrundstück und sieht das Projekt kritisch.
Links: So soll der Neubau aussehen. Rechts: Anwohner Oliver von Blomberg blickt direkt auf das Baugrundstück und sieht das Projekt kritisch.

Links: So soll der Neubau aussehen. Rechts: Anwohner Oliver von Blomberg blickt direkt auf das Baugrundstück und sieht das Projekt kritisch.

Links: So soll der Neubau aussehen. Rechts: Anwohner Oliver von Blomberg blickt direkt auf das Baugrundstück und sieht das Projekt kritisch.

Gerlich Architektur/Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Links: So soll der Neubau aussehen. Rechts: Anwohner Oliver von Blomberg blickt direkt auf das Baugrundstück und sieht das Projekt kritisch.

Elberfeld. Die Bäume zur Katernberger Straße hin sind bereits gerodet worden. Auf der Freifläche direkt an ihrem denkmalgeschützten Friedhof will die Niederländisch-Reformierte Gemeinde ein Mehrfamilienhaus bauen – mit einem neuen Pfarrbüro im Erdgeschoss, einer Wohnung für den Pastor und Tiefgaragen. Drei Wohnungen sollen vermietet werden.

Ein Projekt, auf das Kirchmeisterin Gertrud Ziller und Wolfgang Schröder stolz sind. „Es wird ein Passivhaus und barrierefrei“, erklären die beiden. Für einen Bau im Briller Viertel gebe es hohe Auflagen, die man alle erfüllt habe. Sowohl Gestaltungsbeirat als auch Denkmalbehörde hätten sich positiv geäußert (siehe Kasten).

Mieteinnahmen sind für den Erhalt des Friedhofs bestimmt

Und Baurecht habe es bereits seit den 1990er Jahren gegeben. „Theoretisch hätten wir sogar noch ein Geschoss höher bauen dürfen.“ Darauf sei aber verzichtet worden. Der Neubau solle sich an der umgebenden Bebauung orientieren. Ein weiterer wichtiger Punkt sei das Thema Nachhaltigkeit.

Drei Geschosse sind es jetzt geworden, mit Blick von der Katernberger Straße, von wo auch die Zufahrt erfolgt. Das Areal war ursprünglich einmal als Erweiterungsfläche für den Mitte des 19. Jahrhunderts angelegten Friedhof gedacht. „Dafür wird die Wiese aber nicht mehr gebraucht. Wir haben genug Platz“, erklärt Ziller, die aber betont, dass auch nicht die gesamte Fläche bebaut werde.

Mit den Mieteinnahmen solle der Erhalt des Friedhofes sichergestellt werden, erklärt Wolfgang Schröder. Zu den Kosten des Baus möchte man sich nicht äußern.

In der Gemeinde habe es, so Ziller und Schröder, viel Zuspruch für das Projekt gegeben. 240 Mitglieder gibt, um die 70 waren bei der betreffenden Versammlung. „Es wurde abgestimmt: 72 Prozent waren dafür“, sagt Ziller.

Nachbar: „Eine Verschandelung des Briller Viertels“

In der Nachbarschaft gibt es allerdings auch kritische Stimmen. Oliver von Blomberg, der direkt gegenüber wohnt, findet deutliche Worte: „Das Briller Viertel wird verschandelt.“ Er kann nicht verstehen, warum die Baumreihe gefällt wurde. Ein Neubau passe nicht in die Umgebung.

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