Ein Aus für das Johanniter-Projekt würde auch die Gemeinde betreffen.

Sonnborn. Enttäuscht hat die Evangelische Gemeinde Sonnborn auf das mögliche Aus für die Johanniter-Pläne reagiert. „Für uns ist das eine Hängepartie“, erklärt der Presbyteriumsvorsitzende Frank Römpke. Die Gemeinde wollte eigentlich mit ihrem Gemeindezentrum als Mieter in den Gebäuderiegel der Johanniter ziehen – und dafür das eigene Gebäude auf dem angrenzenden oberen Grundstück aufgeben.

„Die Sanierung lohnt sich dort nicht mehr“, erklärt Römpke.Ein Neubau käme da auf Dauer günstiger, zumal die Gemeinde, die bekanntlich unter finanziellen Problemen leidet, dann ihr eigenes, gut 6000 Quadratmeter großes Grundstück verkaufen könnte. Man sei bereits mit einem Investor im Gespräch, der dort Ein- und Zweifamilienhäuser bauen möchte, „aber keine klotzige Bebauung, so Römpke, und erklärt mit Blick auf das von den Johannitern beplante Grundstück: „Wenn wir unten nicht weiterkommen, wird es auch oben schwer.“

Denn einen Plan B zum Neubau gibt es aus Sicht der Gemeinde kaum. „Alternativ könnte man vielleicht einen Raum in der Kirche umbauen“, sagt Römpke. „Das wäre aber nur ein Notbehelf, der Neubau wäre uns natürlich lieber.“ Man müsse jetzt Abwarten, was aus den Johanniter-Plänen wird.

Auch der Bürgervereinsvorsitzende Bernd Udo Hindrichs, der sich schon über eine Belebung der hässlichen Brache gefreut hat, hofft, dass es noch eine Lösung für Sonnborns Eingangstor geben wird. est

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