Sanierung in Eigenregie: Pachtvertrag mit städtischem Gebäudemanagement ist unterschriftsreif.

Seit Jahren ist der 1898 erbaute Weyerbuschturm für Besucher gesperrt.
Seit Jahren ist der 1898 erbaute Weyerbuschturm für Besucher gesperrt.

Seit Jahren ist der 1898 erbaute Weyerbuschturm für Besucher gesperrt.

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Seit Jahren ist der 1898 erbaute Weyerbuschturm für Besucher gesperrt.

Nützenberg. Der Begriff Dornröschenschlaf passt wohl auf kein anderes Bauwerk in Wuppertal besser als auf den Weyerbuschturm. Seit Jahren ist das Denkmal wegen Baufälligkeit geschlossen, den Blick vom 25 Meter hohen Turm auf der Kaiserhöhe können Besucher schon seit langem nicht mehr genießen. Eine Sanierung war wegen der Finanzklemme der Stadt kein Thema.

Doch der Förderverein Historische Parkanlagen hat die Hoffnung nicht aufgegeben – und ist einen wichtigen Schritt weiter. Wie Vereinsmitglied Michael Felstau bestätigt, steht ein Pachtvertrag mit dem städtischen Gebäudemanagement (GMW) kurz vor der Unterzeichnung. Felstau: „Dann haben wir die Schlüsselgewalt, das ist erst einmal das Wichtigste für uns.“ Der Verein habe so Zugriff auf den Turm und müsse nicht mehr Besichtigungstermine vorab mit der Stadt als Eigentümer absprechen. Felstau: „Wir sind unabhängig und dann auch Bauherr.“

Erster Plan: Der Sockel soll instand gesetzt werden

Erstes Ziel des Vereins: Die Fugen und beschädigten Steine sollen erneuert, der Sockel instand gesetzt werden. „Wir wollen einfach zeigen, dass sich etwas am Turm tut“, sagt Felstau. Diese Arbeiten sollen dann auch bald starten.

Keine Prognose zur Öffnung des Turms

Was einen Zeitplan für die Öffnung des Turmes angeht, äußert sich Felstau jedoch zurückhaltend. „Dazu sage ich nichts mehr.“ Bereits im vergangenen Jahr sollten die Arbeiten starten. Felstau spricht aber von großen Hemmnissen. Jetzt hofft der Verein, als Pächter schneller vorwärts zu kommen.

Am Montag gab es noch einmal einen Ortstermin mit dem GMW, bei dem es um technische Absprachen ging. Diese werden nach Auskunft des GMW jetzt noch in den Vertrag eingearbeitet. Eine Miete, so das GMW, wird übrigens nicht erhoben. Auch die Stadt dürfte froh sein, dass sie einen Sanierungsfall los ist, um den sich jetzt engagierte Bürger kümmern.

Etwa 100.000 Euro waren bisher für die Sanierung des 1898 erbauten Turmes veranschlagt worden. Aktuelle Gutachten sollen, so Michael Felstau, jetzt aber klären, ob diese Summe überhaupt noch ausreicht.

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