Alexander Clees brachte die Elberfelder Bezirksvertreter auf den aktuellen Stand beim Zeitplan und vielen Details.

Alexander Clees brachte die Elberfelder Bezirksvertreter auf den aktuellen Stand beim Zeitplan und vielen Details.
So soll es im Innenbereich der ehemaligen Bahndirektion aussehen. Visualisierung: Clees Unternehmensgruppe

So soll es im Innenbereich der ehemaligen Bahndirektion aussehen. Visualisierung: Clees Unternehmensgruppe

So soll es im Innenbereich der ehemaligen Bahndirektion aussehen. Visualisierung: Clees Unternehmensgruppe

Elberfeld. Nach Erteilung der Baugenehmigung sei das FOC auf einem guten Weg, erklärte der Investor den Stadtteilpolitikern. Der Baubeginn für den ersten Bauabschnitt sei für Ende des zweiten oder Anfang des dritten Quartal 2017 geplant, 2018 soll das Einkaufszentrum eröffnet werden. Bis 2020 soll alles fertig sein.

Für die Brücke sei nun eine Lösung gefunden, die über die Leitungen der Bahn hinwegführe. Ein Bild dazu hatte er nicht dabei, versprach aber: „Dazu wird es in nächster Zeit neue Ansichten geben.“

Bis Baustart sollen 45 Prozent der Flächen vermietet sein

Damit zusammenhängend ist wohl auch die Parkplatzfrage gelöst. Denn nun soll die Brücke bereits bei Fertigstellung des ersten Bauabschnitts stehen, erklärt Marc Weisener, Pressesprecher für das Projekt, auf WZ-Nachfrage. So könnten die Parkplätze dann auch schon genutzt werden.

Auch beim Denkmalschutz habe man in sechsmonatigen Verhandlungen mit der Stadt und der Oberen Denkmalbehörde Lösungen gefunden, berichtete Clees: „Viele Dinge müssen wir noch abarbeiten.“ Die historischen Treppen blieben erhalten. Derzeit prüften sie die Bausubstanz „sehr intensiv“.

Gleichzeitig bemühe sich Betreiber ROS um Mieter, stehe dabei im Wettbewerb mit ähnlichen Projekten wie dem Remscheider DOC und dem Duisburger Style Outlet. Da sei es ein großer Vorteil, dass für das Wuppertaler FOC eine Baugenehmigung vorliege. Bis Baubeginn wollten sie eine Mindestvermietungsquote von etwa 45 Prozent erreichen. In Kürze entstehe im Eingangsbereich ein Vermietungsbüro – „Leasing Lounge“ genannt.

Das Einkaufszentrum heißt offiziell „City Outlet Wuppertal“.

In der einstigen Bahndirektion sollen 65 Geschäfte auf 10 000 Quadratmetern entstehen, im Ex-Postgebäude 85 Shops auf 20 000 Quadratmetern.

Nach Fertigstellung soll es 20 000 Parkplätze geben.

Mode soll 49 Prozent der Fläche einnehmen, Sport/ Outdoor 20 Prozent, Schuhe/Leder 11 Prozent. 20 Prozent teilen sich Wohnen, Accessoires, Gastronomie und Kinderkleidung.

Infos und Grundrisse: www.cityoutletwuppertal.com

Anhand eines Grundrisses zeigte Clees, welche Zugänge es ins Direktionsgebäude geben wird. Ein ebenerdiger Eingang ist an der Längsseite zum Bahnhof, nah zum Vorplatz geplant. „Auch zum Bahnhofsplatz bleibt ein Eingang, das Portal bleibt ein Entree“, betonte Clees. Der Raum dort werde aber auch genutzt, zum Beispiel durch ein Café, durch das man dann hindurchlaufe.

Der dritte Zugang werde über die Brücke ins Gebäude führen. Weil sie eine Mindesthöhe haben muss, erreiche sie das Gebäude in einem Zwischengeschoss. Die Kunden könnten per Rolltreppe den Höhenunterschied überwinden. Die Anlieferung soll über den westlichen Hof laufen. Der Platz werde abgesenkt, die Statik für 7,5-Tonner ausgelegt. Dazu werde es noch einen separaten Bauantrag geben.

Lobend äußerte sich Thomas Kring (SPD). Er habe die Hoffnung, dass Wuppertal mit dem FOC als Einkaufsstadt wieder an Bedeutung gewinnt: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“ Er sei froh, dass es einen „vernünftigen Kompromiss“ aus Erhalt des Baudenkmals und moderner Nutzung gebe. Und mahnte: „Wichtig ist, dass die Kommunikation funktioniert.“ Auch Joachim Knorr sah „eine Fortentwicklung im positiven Sinn“.

Cemal Agir (Linke) dagegen kritisiert das FOC, es gefährde den Rest der Innenstadt. Cudi Cesen vom Jugendrat empfahl, Marken zu gewinnen, die junge Leute interessieren. Und Ralph Hagemeyer, Vorsitzender des Bürgervereins Elberfelder Südstadt, fragte, ob es eine Brücke von der Straße Distelbeck geben könnte. „Wir haben das geprüft“, sagte Clees. Aber es sei technisch nicht möglich, denn es dürften keine Stützen auf dem Bahngelände stehen.

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