Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren: Am 30. Juni erlebt der Treppenlauf seine Neuauflage. Die Läufer müssen zwölf Treppen mit knapp 700 Stufen meistern.

Gabi Kamp und Jürgen Zilian inspizieren die Flensburger Treppe. Insgesamt zwölf Treppen müssen die Läufer überwinden.
Gabi Kamp und Jürgen Zilian inspizieren die Flensburger Treppe. Insgesamt zwölf Treppen müssen die Läufer überwinden.

Gabi Kamp und Jürgen Zilian inspizieren die Flensburger Treppe. Insgesamt zwölf Treppen müssen die Läufer überwinden.

Gerhard Bartsch

Gabi Kamp und Jürgen Zilian inspizieren die Flensburger Treppe. Insgesamt zwölf Treppen müssen die Läufer überwinden.

Ostersbaum. Gabi Kamp und Jürgen Zilian nehmen die Stufen der Flensburger Treppe am Ostersbaum genau unter die Lupe – dass auch kein ungeplantes Hindernis die Veranstaltung „zum Stürzen“ bringt. Dort, wo die beiden gerade stehen, laufen am 30. Juni 400 Sportbegeisterte aller Altersklassen runter. Der erste eigen-organisierte Wuppertaler Treppenlauf wird im Stadtteil Ostersbaum stattfinden. „Es gibt viele Volksläufe, aber keinen einzigen Treppenlauf in der Region“, sagt Zilian, Vorsitzender der Läufergemeinschaft Wuppertal. „Und die Treppen sind charakteristisch für Wuppertal.“

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Vieles muss noch organisiert werden, so dass im Juni alles reibungslos ablaufen kann. „Seit der Loveparade sind die Sicherheitsauflagen sehr hoch“, erklärt Gabi Kamp, Mitglied im Vorstand des Nachbarschaftsheims Ostersbaum. Eine Laufstrecke, die sich über mehrere Stadtteile erstreckt – wie sie viele von dem Treppenlauf im Zuge der Regionale noch kennen – wäre vom Kostenaufwand undenkbar. „Wir müssten die Buslinien umleiten und große Verbindungsstraßen sperren lassen“, sagt Zilian.

Also haben sich die Veranstalter die Vielfältigkeit im Ostersbaum zu Nutzen gemacht. „Die Strecke führt durch Häuserschluchten, durch Einfamilienhaussiedlungen aber auch durch die typische Gründerzeitbebauung“, erklärt Kamp.

Auf jede Treppe folgt eine Erholungsphase

Über 10,6 Kilometer erstreckt sich der Lauf, der in zwei Runden aufgeteilt ist. Zwölf Treppen à 698 Stufen sind insgesamt zu überwinden – natürlich werden diese nur hoch gelaufen, damit Unfälle möglichst vermieden werden. „Wir haben eine optimale Strecke ausgesucht“, sagt Jürgen Zilian, der selbst schon seit Jahrzehnten ein begeisterter Läufer ist. „Auf jede Treppe folgt eine Erholungsphase.“ Besondere Hindernisse werden wohl die Engelberg- sowie die Flensburger Treppe sein. Wem die gesamte Strecke zu lang ist, der kann sich diese mit einem Partner aufteilen, und als Staffel an den Start gehen. Auch einen Kinder- und Schülerlauf wird es geben. „Jeder kann bei uns mitmachen.“

Am Platz der Republik – im Ziel- und Startbereich – werden auf die Läufer Verpflegungsstationen warten. „Das WSW-Wassermobil versorgt die Läufer mit Getränken und auch ein Biomarkt bietet frisches Obst an“, erklären die Hauptorganisatoren. Gleichzeitig zum Treppenlauf wird auch das traditionelle Spiel- und Sportfest stattfinden. „Zudem feiert das Nachbarschaftsheim sein 65-jähriges Bestehen.“

Der Treppenlauf ist ein Gemeinschaftsprojekt des Nachbarschaftsheims Ostersbaum, des Bürgervereins Zukunft Ostersbaum, des Leichtathletik-Clubs und der Laufgemeinschaft Wuppertal.

Der Kinderlauf (bis sieben Jahre) über 400 Meter ist kostenfrei und muss nicht angemeldet werden. Der Schülerlauf (bis 13 Jahren) über 864 Metern und zwei Treppen kostet zwei Euro, der Hauptlauf zehn Euro und die Staffel 15 Euro. Ab sofort können sich Läufer online anmelden. Anmeldeschluss ist der 29. Juni.
www.wuppertaler-treppenlauf.de

Vom 26. bis 29. Juni können die Startnummern bei Laufsport Bunert, Friedrich-Ebert-Straße 87, oder am Veranstaltungstag ab 9 Uhr im Nacharschaftsheim, Platz der Republik, abgeholt werden.

Die Veranstalter suchen noch ehrenamtliche Helfer, um die Sicherheit der Läufer gewährleisten zu können. „20 bis 30 Helfer brauchen wir noch“, sagt Zilian. Bei Interesse können sich Freiwillige unter Telefon 0172 265 2238 oder per E-Mail melden:
jz@lg-w.de

Die Strecke steht detailliert unter www.goetzis-trampelpfade.de

Die Veranstalter freuen sich auf den Lauf, der den Ostersbaum für einen Tag in den Mittelpunkt rücken wird. „Wir wünschen uns, dass der Stadtteil dadurch ein positives Image bekommt.“ Auch über eine Fortsetzung denken die beiden schon nach. „Wenn es im Juni ein Erfolg wird, dann wird es auch 2014 einen Lauf geben.“

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