Es war ein Schwertransport mit Hindernissen: Dem neuen Trafohaus am Hauptbahnhof standen Falschparker im Weg.

Döpperberg
Vom Haken des Autokrans gelassen: So sieht das neue Schalthaus für den Döppersberg aus. Es wurde am Freitagfrüh per Schwertransport angeliefert und wird den Backsteinbau am künftigen Busbahnhof ersetzen.

Vom Haken des Autokrans gelassen: So sieht das neue Schalthaus für den Döppersberg aus. Es wurde am Freitagfrüh per Schwertransport angeliefert und wird den Backsteinbau am künftigen Busbahnhof ersetzen.

Andreas Fischer

Vom Haken des Autokrans gelassen: So sieht das neue Schalthaus für den Döppersberg aus. Es wurde am Freitagfrüh per Schwertransport angeliefert und wird den Backsteinbau am künftigen Busbahnhof ersetzen.

Elberfeld. Ohne Strom läuft gar nichts – erst recht nicht am neuen Döppersberg: Für die Energieversorgung des Verkehrsknotenpunktes ging Freitag früh ein Schwertransport über die Bühne. Angeliefert wurde das neue Trafohaus, das den alten „Phantomtrafo“ mit seinem Backsteinbau östlich des Hauptbahnhofs ersetzt. Dazu wird das alte System in den kommenden Wochen nach und nach vom Netz genommen, wobei bei längst nicht jeder Steckverbindung feststeht, wo in Elberfeld „dann das Licht ausgeht“, wie es im Verkehrsausschuss hieß.

Kein Einzelfall: Hinweisschilder werden einfach nicht beachtet

Hintergrund des Austauschs – vom Alter der bisherigen Trafostation einmal abgesehen: Der neue Busbahnhof braucht viel Platz, und im Zeichen dessen muss auch die über Jahrzehnte gewachsene Stromversorgung verlegt werden.

Das neue Schalthaus wurde vorgefertigt nach Elberfeld geliefert – und die Anreise des Zweckbaus per Schwertransport war steinig: Für Probleme auf den letzten Metern sorgten Falschparker, die ihre Fahrzeuge ungeachtet der Halteverbote im Fahrprofil des Lkw abgestellt hatten.

„Das ist auf Baustellen heute leider kein Einzelfall“, berichtet Martin Lorenz, Baustellenkoordinator der Stadt Wuppertal. „Manchmal hat man den Eindruck, dass die Leute unsere Hinweisschilder gar nicht sehen.“ Und das könne dann für erhebliche Probleme sorgen, wenn Baumaterial zügig angeliefert werden muss.

Ohnehin ist es mittlerweile so, dass Schwertransporte in Wuppertal unter erschwerten Bedingungen unterwegs sind. Wie vor kurzem dem Umweltausschuss berichtet wurde, mussten beispielsweise die Lastwagen für die Großbaustelle Ohligsmühle die letzten Meter rückwärts fahrend zurücklegen, weil die alten Brücken in der Nachbarschaft für solche Tonnagen nicht mehr ausgelegt sind.

Der Planung nach werden die Wuppertaler Stadtwerke die 10-kV-Leitung des neuen Trafohauses am 3. Mai anklemmen. Sobald die Stromversorgung mit 10 000 Volt steht, beginnt der spannende Teil: Nach und nach werden die vorhandenen Kabelstränge gekappt, verlegt und bis Mitte Juni umgeklemmt. Nicht bei jedem Strang ist klar, welche Bereiche er mit Strom versorgt: Das zeigt sich erst bei der Außerbetriebnahme.     mel
 

Jenseits dessen ist das neue Trafohaus nun sicher per Autokran gelandet und wird in Zukunft auf der gegenüberliegenden Seite des bisherigen Standorts – am westlichen Endes des Bahnsteigs 1 – den Strom auf das Elberfelder Zentrum verteilen.

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