Dass der Bereich nicht mehr Fußgängerzone bleibt, gefällt nicht allen Bezirksvertretern.

Elberfeld Zentrum. Die Friedrichstraße und ihr Status als Fußgängerzone: Ein „ewiges Thema“ der Bezirksvertretung Elberfeld, wie Bezirksbürgermeister Hans Jürgen in der jüngsten Sitzung der BV feststellte. Seit Jahren habe man sich für eine Änderung eingesetzt – vergeblich. Jetzt kommt sie doch: Das Stück zwischen Neumarkt und Karlstraße wird „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ – weil Bürger Norbert Bernhardt nicht locker gelassen und schließlich auch den Petitionsausschuss des Landes eingeschaltet hatte. Viel ändere sich dadurch nicht, stellte Vitenius fest. „Der Fußgänger werde in das reale Leben zurückgedrängt.“

Denn wirklich geschützt war er angesichts des schon bestehenden Verkehrs dort ohnehin nicht, erklärte auch Bernhardt, der unter den Zuschauern der Sitzung weilte. Zukünftig darf in diesem Bereich mit Tempo 20 gefahren werden.

Nicht alle BV-Mitglieder zeigten sich allerdings zufrieden mit der zukünftigen Entwicklung. Gerta Siller von den Grünen erklärte, dass man dieses Thema auch in Verbindung mit einem anderen Tagesordnungspunkt sehen müsse: der geforderten Attraktivitätssteigerung für den Karlsplatz. Wenn man das erreichen wolle, „muss auch der Weg dorthin attraktiver werden“. Und das erreiche man nicht, in dem man die Fußgängerzonen-Regelung aufhebe. Auch Jörg-Henning Schwerdt (Die Linke) sagte, „wir wollen nicht, dass die Straße umgewidmet werde“. Dazu gebe es aber gar keine Alternative, weil das Land die Stadt Wuppertal dazu ja auffordere, betonte Vitenius. Die BV gab dann auch mit Mehrheit die Empfehlung an den Verkehrsausschuss, der im Juni tagt, den Vorschlag der Verwaltung zu beschließen.

Stillstand: Seit Jahren hatte sich Norbert Bernhardt für eine aus seiner Sicht korrekte rechtliche Einordnung der Friedrichstraße eingesetzt. Er hatte dabei nicht nur den Petitionsausschuss eingeschaltet, sondern auch vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf gegen die Stadt geklagt. Das Verfahren liege aber derzeit wohl auf Eis, sagt Bernhardt. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass wenn die Straße jetzt neu eingestuft werde, das Verfahren eingestellt werde.

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