Straße und Quartier sind Thema eines neuen Ideenwettbewerbs der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Die historische Hofaue vor dem Jahr 1943.
Die historische Hofaue vor dem Jahr 1943.

Die historische Hofaue vor dem Jahr 1943.

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Die historische Hofaue vor dem Jahr 1943.

Elberfeld. Die Hofaue wird Gegenstand eines Ideenwettbewerbs. Der Verein der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung in NRW (DASL) hat die historische Elberfelder Straße für seinen sechsten städtebaulichen Wettbewerb ausgewählt. Das bedeutet auch, dass sich 30 bis 40 Absolventen der Fachrichtungen Städtebau und Architektur aus insgesamt sechs nordrhein-westfälischen Hochschulen (darunter auch Wuppertal) mit der Straße befassen.

Anwohner und Investoren sollen begeistert werden

Dabei sollen Ideen für die Umgestaltung und Aufwertung des historischen Viertels entwickelt werden. Und zwar mit dem Ziel, Eigentümer, Anwohner und potenzielle Investoren für diese neuen Ideen und Konzepte zu begeistern, damit es für die Hofaue neue Impulse gibt.

Die könnten der Straße und damit dem Viertel auch guttun. Denn die gründerzeitlichen Gebäude lassen zwar auf eine ruhmreiche Geschichte schließen und zeugen bis heute vom ehemaligen Ruhm Elberfelds als Zentrum des Textilhandels. Und noch immer erzählen sich die Wuppertaler gerne die Geschichte, wonach auch Post in der Straße ankam, wenn der Adressat schlicht und einfach mit den Begriffen "Hofaue, Deutschland" versehen war. Auch jetzt sprechen die Liebhaber der Straße gerne von der "Wall Street des deutschen Textilhandels". Doch trotz des neuen Lebens beispielsweise in der Baum’schen Fabrik mit vielen neuen Mietern sucht die Straße derzeit immer noch nach einer Identität, steht derzeit irgendwie eher für die Rückseite des urbanen Lebens.

Möglichkeiten nicht ausgenutzt

Denn die Möglichkeiten des Quartiers in der Lage direkt an der Wupper, zwischen der City und der Kulturinsel mit Schauspielhaus und Cinemaxx gelten als längst nicht ausgeschöpft. Schließlich handelt es sich mehr um ein Problemviertel mit Drogenszene und einer Verdichtung mit Anbietern aus dem Rotlichtmilieu. Zudem ist die Straße noch vom Nebeneinander restaurierter Fabriken und heruntergekommener Gebäude geprägt. Ins Auge fallen Baulücken, Parkplätze und Leerstände.

Unterstützt wird der Wettbewerb von der Westdeutschen Landesbausparkasse Münster (LBS) und dem Ressort Stadtentwicklung.

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