Die kleinen Straßen in der City bekommen ein neues Pflaster. Der Bund macht es möglich mit 1,6 Millionen Euro. Anfang 2017 will die Stadt mit den Arbeiten beginnen.

Hannelore Reichl von der Stadt und Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius bei der Präsentation des Belags.
Hannelore Reichl von der Stadt und Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius bei der Präsentation des Belags.

Hannelore Reichl von der Stadt und Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius bei der Präsentation des Belags.

Andreas Fischer

Hannelore Reichl von der Stadt und Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius bei der Präsentation des Belags.

Zentrum. Die Elberfelder City bekommt ein neues Gesicht, auch abseits der großen Baustelle am Döppersberg. Denn mit Beginn des kommendes Jahres kriegen sieben Straßen und ein Platz ein neues Pflaster. Die Arbeiten werden durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes mit 1,6 Millionen Euro gefördert. Am Mittwochabend stellten Hannelore Reichl, Leiterin des Ressorts Straßen und Verkehr und einige ihrer Mitarbeiter die Maßnahmen vor.

Im Laufe der kommenden zwei Jahre sollen die Schlössergasse, der Wirmhof, das Mäuerchen, der Armin-T.-Wagner-Platz, die Stocksgasse, die Schwanenstraße, die Schöne Gasse und die Herzogstraße vom Von-der-Heydt-Platz bis zum Wall ein neues Erscheinungsbild erhalten – also die kleinen Fußgängerstraßen rund um den Turmhof. Insgesamt 5000 Quadratmeter neue Pflasterfläche. Hannelore Reichl sagte, die Straßen seien nicht wild ausgesucht, sondern folgten einem Konzept. Denn es habe bereits Verschönerungsmaßnahmen in der Calvinstraße, der Kirchstraße und am Turmhof gegeben. Mit den ausgewählten Straßen könne man den Innenstadtbereich um den Wall weitgehend abschließen.

Aktuell läuft die Ausschreibung. Bis Ende des Monats sollen die Angebote eingegangen sein, im November soll der Auftrag vergeben werden, damit zum Jahresanfang der bau beginnen kann.

Der bisherige Plan sieht vor, mit der Schlössergasse zu beginnen. In insgesamt acht Bauabschnitten will sich die Stadt bis zur Schönen Gasse durcharbeiten.

Die Maßnahmen müssen bis Ende 2018 beendet sein

Bei den Straßenarbeiten müsse sich die Stadt an die Förderbedingungen halten und das Umfeld aufwerten, die Oberfläche gestalten und die Barrierefreiheit verbessern, erklärte Reichl. Zudem sei der Förderzeitraum begrenzt. Die Maßnahmen müssten also bis Ende 2018 fertiggestellt sein.

Die Stadt will während der Bauzeit einmal in der Woche eine Sprechstunde im Verwaltungsgebäude am Neumarkt einrichten. Zusätzlich können Anwohner und Anlieger sich bei Dennis Pahl über die Bausauführung informieren (Tel. 563-5193) und bei Renate Lassay über allgemeines rund um die Baustelle (563-5999).

Den meisten der insgesamt acht Bauabschnitte sind Arbeiten der Stadtwerke an Leitungen und Rohren vorgelagert. So soll verhindert werden, dass die neuen Straßenbeläge in wenigen Jahren schon aufgerissen werden müssen.

Die Anlieger müssen sich nicht an den Kosten für die Baustelle beteiligen, da es sich um ein gefördertes Projekt handelt.

Wuppertal hat insgesamt 37 Millionen Euro Fördermittel vom Bund bekommen. 13,5 Millionen für den Tiefbau, davon 6,1 für den Straßenbau.

Der relativ kurze Zeitraum habe die Auswahl der Straßen eingeschränkt, erklärte Reichl. Abgesehen davon sollen die größeren Straßen im Zentrum wie der Wall erst nach der Fertigstellung des Döppersbergs angegangen werden.

Die Optik der neuen Pflastersteine soll der des Turmhofs entsprechen, erkärte Caroline Stüben, Teamleiterin Entwurfsplanung und Verkehrssicherheit bei der Stadt. Die Steine sollen einen ruhigeren Eindruck machen als die bisherigen wilden Pflastermixe. Neben der Optik gehe es vor allem um Sicherheit und Barrierefreiheit. „Das alte Pflaster ist schadhaft und es gibt viele Stolperkanten.“ Die sollen beseitigt werden. Dazu sollen in der Mitte der Straßen Entwässerungsrinnen mit Rippen eingebaut werden, die als taktiles Element für Menschen mit Sehbehinderung dienen.

Die Maßnahmen werden vollflächig stattfinden, erklärte Stefan Lederer, Abteilungsleiter beim Ressort Straßen und Verkehr. „Sonst wird es nicht besser“, sagte er. Das heißt, die Straßen müssen von Grund auf erneuert werden. Abgesehen vom Pflaster müsse also auch der Untergrund neu gemacht werden. „Das ist aufwendig und viel Bauleistung im laufenden Betrieb.“

Für die Anlieger und Mieter bleibt das natürlich nicht ohne Folgen. „Der Betrieb wird weitergehen können“, sagte Lederer, aber wir werden uns arrangieren müssen. So würden etwa Sondernutzungsrechte für Außengastronomie oder Werbetafeln kurzfristig ausgesetzt werden müssen. dafür gebe es auch nicht immer Ersatzflächen, warnte er vor. „Wir brauchen Spielraum für die Fahrzeuge und die Baustellen-Einrichtung.“

Um den Händlern entgegenzukommen, sollen die Bauarbeiten in den Monaten vor Weihnachten allerdings weitgehend ruhen.

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