Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Anwohner fordern mehr Sicherheit. Stadt plant einen neuen Radweg.

Verkehr
Erinnerung an einen tödlichen Verkehrsunfall: Am vergangenen Samstag kam auf dem Otto-Hausmann-Ring ein 71  Jahre alter Fußgänger ums Leben. An einem Baum gegenüber der Einmündung haben Passanten Blumen befestigt und Kerzen aufgestellt. Die Ermittlungen der Polizei werden noch mehrere Wochen dauern.

Erinnerung an einen tödlichen Verkehrsunfall: Am vergangenen Samstag kam auf dem Otto-Hausmann-Ring ein 71  Jahre alter Fußgänger ums Leben. An einem Baum gegenüber der Einmündung haben Passanten Blumen befestigt und Kerzen aufgestellt. Die Ermittlungen der Polizei werden noch mehrere Wochen dauern.

Uwe Schinkel

Erinnerung an einen tödlichen Verkehrsunfall: Am vergangenen Samstag kam auf dem Otto-Hausmann-Ring ein 71  Jahre alter Fußgänger ums Leben. An einem Baum gegenüber der Einmündung haben Passanten Blumen befestigt und Kerzen aufgestellt. Die Ermittlungen der Polizei werden noch mehrere Wochen dauern.

Varresbeck. Die Erinnerung an den tödlichen Unfall auf dem Otto-Hausmann-Ring am vergangenen Samstag (siehe Kasten rechts) ist deutlich sichtbar: An einer Querungshilfe flattern Reste vom Absperrband, an einem Baum sind Kerzen aufgestellt und Blumen befestigt worden. Fußgänger bleiben stehen, Autofahrer recken die Hälse: Der Unfall, bei dem ein 71 Jahre alter Mann ums Leben gekommen ist, bleibt Thema Nummer eins – unter den Anwohnern, den vielen Besuchern der beiden sich gegenüberliegenden Supermärkte und bei der Stadtverwaltung. „Was muss noch passieren, dass die Stadt Wuppertal endlich eine für alle Beteiligte sichere Verkehrssituation sorgt“, sagt WZ-Leserin Heike Zorn.

„Dieser Unfall ist ein tragischer Einzelfall.“

Reinhard Behr, städtische Verkehrslenkung

„Ich war erschüttert, als ich aus der WZ von dem Unfall erfahren habe“, bekennt Reinhard Behr von der städtischen Verkehrslenkung und Vorsitzender der Unfallkommission. Die Stadt verspricht, dass der Otto-Hausmann-Ring auf den Prüfstand kommt. Insbesondere was die Zahl der Fußgänger, die dort täglich unterwegs sind, angeht.

Gegenüber der WZ betont Behr aber auch: „Dieser Unfall ist ein tragischer Einzelfall.“ Und er warnt vor Übereifer: Man könne nicht so ohne weiteres Zebrastreifen oder Ampeln aufstellen. Und er bestätigt, dass der Otto-Hausmann-Ring schon vor dem tödlichen Unfall ins Visier der Verkehrslenker kam. Grund dafür ist die parallel laufende Nordbahntrasse. Die zum Rad- und Wanderweg umfunktionierte Ex-Bahnstrecke bringe deutlich mehr Fußgänger und Radfahrer auf den vielbefahrenen Otto-Hausmann-Ring. Der Plan der Stadt: Im Zuge der Fahrbahnerneuerung soll es dort einen neuen Radweg geben. Einen Zeitplan dafür gibt es aber noch nicht. Wann es ein neues Konzept für den Otto-Hausmann-Ring gibt, ist ebenfalls offen.

Wie berichtet, ist am vergangenen Samstag gegen 17.30  Uhr ein 71 Jahre alter Mann bei einem Unfall am Otto-Hausmann-Ring ums Leben gekommen. Laut Polizei wurde der Mann von dem Seat eines Wuppertalers (25) – der Wagen war in Richtung Katernberg unterwegs – in der Nähe der Bushaltestelle Eskesberg erfasst, und so schwer verletzt, dass der Mann kurze Zeit später an der Unfallstelle starb.

Laut Polizei sollen Zeugen gesagt haben, der Seat – der Wagen hat 200 PS – sei schnell unterwegs gewesen. DIe Polizei stellte gestern aber klar, dass der Unfallhergang noch nicht geklärt ist. So wisse man nicht, wo genau und wie der Fußgänger auf die Fahrbahn gegangen sei. Diese offenen Fragen sollen unter anderem von einem Gutachter geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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