Am Islandufer erinnerte gestern die griechische Gemeinde mit einem Fest wieder an die Erscheinung Jesu und seine Taufe.

Zahlreiche Zuschauer gab es gestern am Islandufer bei der Aktion mit Pfarrer Eleftherios Argyropoulos und drei „Kreuzfischern“ in der Wupper.
Zahlreiche Zuschauer gab es gestern am Islandufer bei der Aktion mit Pfarrer Eleftherios Argyropoulos und drei „Kreuzfischern“ in der Wupper.

Zahlreiche Zuschauer gab es gestern am Islandufer bei der Aktion mit Pfarrer Eleftherios Argyropoulos und drei „Kreuzfischern“ in der Wupper.

Uwe Schinkel

Zahlreiche Zuschauer gab es gestern am Islandufer bei der Aktion mit Pfarrer Eleftherios Argyropoulos und drei „Kreuzfischern“ in der Wupper.

Elberfeld. Strahlend graugrüne Augen, volles schwarzes Haar und breite Schultern: Der 34 Jahre alte Georgios Roumtsios überragt seine beiden Konkurrenten Christos Pavlidis (18) und Pintsis Vasilios (13) um mindestens einen Kopf.

Als Eleftherios Argyropoulos, Pfarrer der griechischen Gemeinde in Wuppertal, am gestrigen Sonntagmittag am Islandufer das Kreuz über seine Schulter in die Wupper wirft, hechten die drei Griechen ins Wasser, aber die beiden jüngeren haben keine Chance.

Beifall, nachdem das Kreuz aus der Wupper gefischt ist

Binnen Sekunden ist alles vorbei, reckt Georgios das Kreuz, das er aus der Wupper gefischt hat, in die Luft und erhält Beifall von den Zuschauern.

Das Fest, das an die Erscheinung Jesu und seine Taufe am 6. Januar erinnert, wurde in Wuppertal anfangs weniger spektakulär in der Schwimmoper gefeiert, vor zehn Jahren aber ans Islandufer verlegt.

Die dortigen Brücken und der neu gestaltete Uferbereich gäben ebenso wie die guten Parkmöglichkeiten im Umkreis den Anlass, die Kreuzeszeremonie gerade dort auszutragen und nicht etwa in Oberbarmen, wo die meisten Griechen leben, sagt der Pfarrer.

Die Zuschauer wissen, dass jeder Pfarrer seine eigene Art hat, das Kreuz ins Wasser zu werfen. Eleftherios sagt, er habe es über die Schulter geworfen, um die Richtung ein wenig dem Zufall zu überlassen.

Nass und frierend hält der Sieger Georgios es nun in der Hand und lässt die Menge an sich vorbeiziehen, während jeder das Kreuz küsst und Pintsis mit einem getrockneten Basilikumzweig das Wasser der Wupper auf die Köpfe sprengt.

Der Akt symbolisiert die Taufe im Jordan

Die Aktion soll die Taufe im Jordan symbolisieren. Auf den Wuppersprung habe er sich nicht vorbereitet, sagt Georgios Roumtsios zu dem Ereignis, zu dem sich gestern zahlreiche Zuschauer an der Wupper eingefunden hatten. Als Kälteanlagenbauer hat Roumtsios zumindest eine gewisse Affinität zu kühlem Wasser. Aber jetzt, das weiß er, geht es erst einmal unter die heiße Dusche.

 

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