Verschiedene Busse fahren den neuen WDG-Standort an. Nicht alle fahren direkt vor die Tür.

Verschiedene Busse fahren den neuen WDG-Standort an. Nicht alle fahren direkt vor die Tür.
Claudia Schweizer-Motte, Schulleiterin des WDG.

Claudia Schweizer-Motte, Schulleiterin des WDG.

Andreas Fischer

Claudia Schweizer-Motte, Schulleiterin des WDG.

Elberfeld/Hardt. Viele Schüler warten morgens am Wall, um dort den Bus zum Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium (WDG) auf der Hardt zu nehmen. Die Linie 643 fährt bis vor die Türe – die Busse sind aber zu klein für die große Zahl an Schülern. Die Alternative: Einen anderen Bus und einen kleinen Fußweg in Kauf nehmen. Doch nicht alle Schüler entscheiden sich für diese Möglichkeit. Wenn sie nicht mehr in den Bus passen, warten viele auf den nächsten und kommen zu spät zum Unterricht.

„Schon seit Beginn des Schuljahres kommt es immer wieder vor, dass Schüler zu spät kommen“, hat Nora Wittmann beobachtet. Die Schülerin der fünften Klasse ist eine Zeit lang selbst mit diesem Bus gefahren. „Der fährt nur drei Mal pro Stunde. Wenn man ihn verpasst und auf den nächsten wartet, kommt man zu spät“, sagt sie. „Die meisten Lehrer sagen, dass man eben früher aufstehen muss“, sagt Nora.

„Wegen der Straßenverhältnisse können wir auf dem Stück nur kleine Busse einsetzen.“

Rainer Friedrich, WSW-Sprecher

„Es wurden andere Linien eingerichtet, mit denen die Schüler pünktlich zum Unterricht kommen“, sagt Schulleiterin Claudia Schweizer-Motte. Die hielten aber an der Haltestelle Clausen. Von da aus müssten die Schüler zu Fuß gehen. Das wollen viele vermeiden. „Vom Clausen auf die Hardt zu laufen ist zwar nicht so bequem, aber trotzdem zumutbar“, findet Schweizer-Motte. Zu spät kommen sei keine Option.

Gemeinsam mit den WSW seien andere Möglichkeiten geprüft worden. Die aktuelle habe sich als die beste Lösung herausgestellt. „Wegen der Straßenverhältnisse können wir auf dem Stück nur kleine Busse einsetzen“, sagt WSW-Sprecher Rainer Friedrich. Um die Taktung der Busse zu erhöhen seien mehr Fahrzeuge nötig – die seien nicht vorhanden. „Wir sprechen hier über ein Luxusproblem“, sagt Schweizer-Motte. Die Schüler seien vom alten Standort verwöhnt. „Da ist die Schwebebahn ja quasi in den Schulhof gefahren.“

Die vollen Bussen der Linie 643 sind nicht nur für die Schüler ein Problem: Da die Linie zum normalen WSW-Netz gehört, kommt es vor, dass andere Fahrgäste nicht zusteigen können. Das gibt Gerd-Peter Zielezinski, Vorsitzender der Linken-Fraktion zu bedenken: „Die Entscheidung das WDG während des Umbaus auf die Hardt zu verlagern, hat die Stadt getroffen. Dadurch steht sie auch in der Verantwortung. Es kann nicht sein, dass die WSW ihrer Beförderungspflicht nicht nachkommen können.“

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