Investor möchte ab dem kommenden Jahr ein Park- und Geschäftshaus errichten. Derzeit laufen Gespräche mit der Stadt.

Investor möchte ab dem kommenden Jahr ein Park- und Geschäftshaus errichten. Derzeit laufen Gespräche mit der Stadt.
Im Frühjahr soll – wenn alles klappt – die Bebauung der Fläche beginnen.

Im Frühjahr soll – wenn alles klappt – die Bebauung der Fläche beginnen.

Andreas Fischer

Im Frühjahr soll – wenn alles klappt – die Bebauung der Fläche beginnen.

Elberfeld. Wenn es nach dem Willen des potentiellen Investors geht, soll eine große Lücke im Straßenbild der Aue ab dem kommenden Jahr geschlossen werden. In der Freifläche zwischen der „Burgerking“-Filiale und der Auer Schulstraße könnten - wenn alles klappt - im Frühjahr die Bauarbeiten für ein fünfstöckiges Park- und Geschäftshaus beginnen, in dem im Erdgeschoss ein Lebensmittel-Discounter seine Niederlassung eröffnen soll. Bis wann die Bauarbeiten für das Gebäude abgeschlossen seien, könne derzeit aber nicht gesagt werden, erklärt der aus Wuppertal stammende Investor auf WZ-Anfrage.

Die Wuppertal der Stadt würden derzeit geführt, heißt es. Die Stadtverwaltung habe bereits grundsätzlich ihre Zustimmung zu den Plänen signalisiert. „Die Stadt weiß ja um den Mangel an Parkplätzen in dem Bereich“, sagt er. Das zu bebauende Areal an der Aue 30 hat eine Fläche von rund 2500 Quadratmetern.

Für den Investoren wären die Arbeiten zudem der erste Schritt für die weitere Erschließung des Areals zwischen Aue, Auer Schulstraße und Untergrünewalder Straße. Er besitzt dort noch die beiden Parkplätze an der Obergrünewalder Straße. Hier plant er die Errichtung eines Supermarktes mit gehobenem Niveau - Vorbild ist der Düsseldorfer Frische-Center Zurheide, in dem auch Gourmetanbieter zu finden sind. Diese Pläne seien jedoch erst die „Stufe zwei“, betont der Investor. Für die Flächen gebe es zudem noch langjährige Mietverträge. Wegen des derzeit noch laufenden Umbaus des Döppersbergs und der Sperrung der B 7 kann er sich wohl auch noch etwas Zeit lassen.

Investor: Im Luisenviertel hapert es an der Nahversorgung

Zunächst soll in einem ersten Schritt deshalb das Gebäude an der Aue errichtet werden. Mit Baukosten von acht bis neun Millionen Euro rechnet der Investor. Nach seinen Worten fehlt es im Luisenviertel an der Lebensmittelversorgung. Lediglich ein Bio-Markt sei in dem Quartier zu finden - und der sei aufgrund der Preise vermutlich nicht für jeden Kunden interessant. Zudem würde die Eröffnung eines Lebensmittelmarktes zu einer Belebung des Stadtteils beitragen. Die Erschließung des Areals für Büroflächen macht nach Ansicht des Immobilienexperten dagegen wenig Sinn, da es schon jetzt ein Überangebot an Flächen in der Stadt gebe.

Bei der Stadtverwaltung bestätigt man, dass Gespräche mit dem Interessenten geführt werden. Derzeit stehe man aber „noch ganz am Anfang“, sagt der Ressortleiter für Bauen und Wohnen bei der Stadtverwaltung, Jochen Braun.

Bezirksvertretung sieht die Pläne positiv

Mit der Entwicklung des Areals an der Aue haben sich vor einigen Jahren bereits Wissenschaftler der Bergischen Uni im Rahmen einer Wirtschaftschaftlichkeitsstudie befasst. Neben dem Bau eines Supermarktes des gehobenen Qualitätssortiments umfasste das Konzept auch den Bau eines Drei-Sterne-Hotels sowie von Penthouse-Wohnungen. Der Kostenrahmen für die Bebauung des gesamten Areals lag bei rund 120 Millionen Euro.

Der Dezernent für Bauen und Stadtentwicklung, Frank Meyer, erklärt, dass man es begrüße, wenn in dem Bereich an der Aue „ausgefranste Hinterhöfe beseitigt werden“. Allerdings gebe es auch noch Abstimmungsbedarf. So wünsche man sich an der Stelle eine Bebauung mit einer gewissen „architektonischen und städtebaulichen Qualität“. Auch müsse geklärt werden, wie die Verkehrsströme vom und zum Parkhaus geregelt werden sollten. „Das alles geht sicher erst nach dem Ende der B-7-Sperrung“, sagt Meyer. Überdies sieht er noch Klärungsbedarf in der Frage, ob ein Lebensmitteldiscounter an dieser Stelle wirklich passend ist. Hier wünsche man sich doch eher einen Anbieter aus dem Vollsortiment. Inwieweit der dann stattdessen in der vom Investor beschriebenen „Stufe 2“ noch in die Planungen integriert werde, bleibe zu klären. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept, wie er sich die Sache vorstellt“, erklärt Meyer.

Bei der Bezirksvertretung Elberfeld sieht man die Entwicklung grundsätzlich positiv. „Wir sind offen für solche Pläne“, sagt Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius. Die Stärkung des Einzelhandels gerade im Bereich des Luisenviertels sei durchaus wichtig.

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