Utopiastadt, die IG Fahrradstadt und Talradler.de wollen das Projekt „Fienchen“ auf den Weg bringen – und suchen Sponsoren.

Julian Busch ist Leiter des Projektes „Fienchen“, dem Lastenfahrrad.
Julian Busch ist Leiter des Projektes „Fienchen“, dem Lastenfahrrad.

Julian Busch ist Leiter des Projektes „Fienchen“, dem Lastenfahrrad.

Stefan Fries

Julian Busch ist Leiter des Projektes „Fienchen“, dem Lastenfahrrad.

Elberfeld. So manch eine Strecke, die man im bergigen Wuppertal per Fahrrad meistern möchte, kann schnell einer anstrengenden „Tour de France“-Etappe gleichen. Erst recht, wenn es darum geht, mit Einkäufen oder anderen sperrige Gegenständen die Steigungen hoch zu radeln. Nicht jedem steht für einen Transport ein Auto zur Verfügung, viele verzichten der Umwelt gegenüber freiwillig drauf. Doch wie soll man seinen Wocheneinkauf oder gar den Umzug mit einem Rad schaffen? „Fienchen“ ist die Antwort: Ein kostenlos nutzbares Lastenrad für alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler.

„In einem Umkreis von fünf Kilometern ist das Rad die schnellste Alternative – kein Stau, keine Parkplatzsuche und es schont die Umwelt.“

Julian Busch, Projektleiter der IG Fahrradstadt

Dieses besondere Fahrrad ist durch seine Bauweise auf den Transport von schweren Gegenständen ausgelegt. Es hat eine große Ladefläche und einen starken Elektroantrieb, wodurch bis zu rund 100 Kilo nahezu schweißfrei zum Beispiel die Cronenberger Straße hinauf transportiert werden können. Damit so ein Lastenfahrad bald allen Menschen im Tal kostenlos zur Verfügung steht, haben sich die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Wuppertal, UtopiastadtRad und Talradler.de zusammengeschlossen. „Das Ausleihen von Lastenrädern ist in anderen Städten inzwischen Alltag. Wir möchten diese geniale Lösung auch nach Wuppertal holen“, so Christoph Grothe, Fahrradblogger aus Wuppertal und Mitinitiator des Projekts.

Ab Sommer 2016 sollen die ersten Lastenräder fahren

„Das Lastenrad könnte nicht nur von Privatpersonen für Transporte oder Ausflügen mit Kindern genutzt werden, auch Firmen könnten für ihre Lieferfahrten auf Fienchen umsteigen. In einem Umkreis von fünf Kilometern ist das Rad die schnellste Alternative - kein Stau, keine Parkplatzsuche und es schont die Umwelt“, ergänzt Julian Busch, Projektleiter der IG Fahrradstadt.

Ab Sommer 2016 sollen die ersten Lastenräder durch Wuppertal fahren. Die Buchung soll über eine Website durchgeführt werden können und das Lastenrad soll in einer extra erbauten Parkbox am Mirker Bahnhof untergebracht sein. Doch damit es soweit kommen kann, suchen die Fienchen-Visionäre Sponsoren. Denn die Anschaffung eines Lastenfahrrads kostet rund 5000 Euro, die Instandhaltung pro Jahr zwischen 700 und 1000 Euro. Julian Busch ist sich sicher, dass sich Spender finden: „Über Crowdfounding, Spenden und Fördermittel wird es funktionieren. Eigentlich müssten nur 6000 Wuppertaler jeweils einen Euro spenden, dann hätten wir schon das erste Lastenrad für ein Jahr. Das wird doch bei so vielen Einwohnern möglich sein. Vielleicht könnten es auch ein paar mehr Räder werden, wenn viele mitmachen.“

Fienchen im Video

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