Sanierung des maroden Leitungstunnels dauert länger als geplant. Anwohner ärgern sich über Umwege.

Die Baustelle der Stadtwerke am Fuß der Kölner Straße versperrt die Spur aufwärts. Für die Anwohner bedeutet dies lange Umwege.
Die Baustelle der Stadtwerke am Fuß der Kölner Straße versperrt die Spur aufwärts. Für die Anwohner bedeutet dies lange Umwege.

Die Baustelle der Stadtwerke am Fuß der Kölner Straße versperrt die Spur aufwärts. Für die Anwohner bedeutet dies lange Umwege.

Stefan Fries

Die Baustelle der Stadtwerke am Fuß der Kölner Straße versperrt die Spur aufwärts. Für die Anwohner bedeutet dies lange Umwege.

Südstadt. Noch bis Ende März werden die Bewohner der Südstadt Umwege fahren müssen, weil die Kölner Straße durch eine Baustelle der Stadtwerke (WSW) nur Richtung Stadthalle befahrbar ist. Die Baustelle auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung vor der Stadthalle wollen die Arbeiter schon Ende Februar beenden.

„Dort wurde am 19. Dezember eine Betondecke gegossen, die jetzt vier Wochen aushärten muss“, erklärt WSW-Sprecher Holger Stephan. Ab Mitte Januar werde die Baugrube dort verfüllt.

Neue Gas-Hochdruckleitung wird verlegt

An der Kölner Straße dauere es noch etwas länger. Dort wird eine neue Gas-Hochdruckleitung verlegt. Sie könne nur an die alte Leitung angeschlossen werden, wenn konstante Temperaturen herrschen, erklärt Holger Stephan. „Wenn das Wetter mitspielt, sind wir Ende März fertig,“

Beide Baustellen gehören zusammen, sie sind die jeweiligen Enden eines Tunnels unter der Bahnhofstraße. Durch diesen führen eine Gas-Hochdruckleitung, eine Gas-Niederdruckleitung und eine Wasserleitung der Stadtwerke. Um die Rohre auszuwechseln, wurden die Baustellen begonnen. Doch dann fanden die Mitarbeiter der Stadtwerke noch mehr zu tun: Der Tunnel für die Leitungen war marode.

Dass die Rohre erneuert werden mussten, war bei einer der regelmäßigen Prüfungen aufgefallen – die Stadtwerke stellten Undichtigkeiten fest. Dass auch der zwei Meter hohe und 1,60 Meter breite Betontunnel überholt werden musste, fiel erst auf, als die Mitarbeiter hinein konnten. Die Betonschicht war wohl zu dünn, Feuchtigkeit war eingedrungen, hatte den Stahl angegriffen und Betonstücke abgesprengt. Also musste der Beton gründlich saniert, der Stahl unter anderem neu gegen Rost geschützt werden. Insgesamt hätten die Arbeiten viel länger gedauert als vorhersehbar war, so Holger Stephan.

Unter anderem Hans Degen, bis zum Jahresende Mitglied der Bezirksvertretung Elberfeld, ist von der Baustelle genervt. „Ich habe schon ein paar Mal nachgefragt, aber nie eine Antwort bekommen“, klagt er. Auch andere könnten das Ende nicht abwarten: „Manche Autofahrer stellen einfach die Sperren zur Seite und fahre die Kölner Straße hoch“, hat er beobachtet.

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