Die Realschule Neue Friedrichstraße feiert das 125-jährige Bestehen.

Schulleiterin Beate Strasser und ihr Vorgänger Manfred Berretz.
Schulleiterin Beate Strasser und ihr Vorgänger Manfred Berretz.

Schulleiterin Beate Strasser und ihr Vorgänger Manfred Berretz.

Andreas Fischer

Schulleiterin Beate Strasser und ihr Vorgänger Manfred Berretz.

Elberfeld. Die Gründungsurkunde von Elberfeld aus dem Jahr 1886 ist der Beleg: Kontinuität wird an der RNF groß geschrieben – darauf ist Schulleiterin Beate Strasser, die seit 30 Jahren hier unterrichtet, besonders stolz. Wie auch ihr Vorgänger Manfred Berretz, den sie 2007 beerbte, und der selbst auf fast 40 Jahre Schuldienst an der Realschule Neue Friedrichstraße zurückblickt.

„Von den momentan 28 Lehrerinnen und Lehrern ist die Hälfte bereits bei der 100-Jahr-Feier im Jahr 1986 im Kollegium gewesen“, erzählt Berretz. „Das zeigt, dass sich die Lehrkräfte hier wohl fühlen und nicht auf der Flucht sind“, ergänzt die Rektorin, die das große Engagement, auch bei den Vorbereitungen zum diesjährigen Jubiläum hervorhebt.

Schwimmpapst Heinz Hoffmann unterrichtete auch Mathematik

Unvergessen als Sport- und Mathematiklehrer an der RNS, die nach den Umbaumaßnahmen 2005 ihren ursprünglichen Charakter zurück erhielt, ist „Schwimmpapst“ Heinz Hoffmann, der Mitte der Siebziger Jahre für Furore sorgte. Auch Schwimmlegende Peter Nocke, der mehrfache Europameister und Weltmeister, besuchte die Schule im Herzen von Elberfeld.

So manches Anekdötchen wird beim „Ehemaligen-Treff“ anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Schule am nächsten Wochenende noch zu hören sein, wie das vom Rottweiler des ehemaligen Hausmeisters Karl Heinz Spies, als zwei Räuber Reißaus vor dem Vierbeiner nahmen.

Engagement für Kinder mit Migrationshintergrund

„Ich erinnere mich auch gern zurück an die 14-tägigen Klassen-fahrten zur Nordsee“, erzählt Berretz weiter, der auch 1980 die Entscheidung mittrug, in der Nachbarschaft wohnenden Kindern mit Migrationshintergrund „eine vernünftige Bildung“ zu ermöglichen. „Diese Schüler sind es weitestgehend, die unsere Buchprämien für besonderes Engagement erhalten. Ein ehemaliger Schüler im Lehramtstudium erteile derzeit Deutsch-Unterricht für diese Kinder, so Strasser weiter.

Am 13. Mai wird das Jubiläum in einem Festakt mit 120 Gästen und der Stadtspitze begangen. „Rustikal wird´s ab 18 Uhr, wo wir mit 450 Leuten rechnen“, so Beate Strasser. Beim abschließenden Schulfest für Eltern und Schüler tags darauf werden sich auf dem neu gestalteten Schulhof mehr als 1000 Menschen tummeln. Am 18. Mai wird die neue Mensa eröffnet.

Seit dem Jahr 2000 wird auch sprachliche Kompetenz mit dem bilingualen Zweig Englisch gefördert. Damit sei die RNS die einzige Realschule mit diesem Angebot, unterstreicht die Direktorin. Ursprünglich als Realschule für Jungen – das änderte sich erst zum Schuljahr 1971/72 – beherbergt die RNS heute 530 Schülerinnen und Schüler. Seit Mitte der Achtziger Jahre wurde die Schülerzahl um 150 erhöht und konstant gehalten. Auch dies sei ein Beleg für Kontinuität und Engagement an der RNS, betont Manfred Berretz.
 

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