Thomas Schäfke sichert die Nahversorgung.

Thomas Schäfke mit den letzten Brötchen des Tages. Um sie zu backen, steht er jeden Morgen um fünf Uhr am Ofen.
Thomas Schäfke mit den letzten Brötchen des Tages. Um sie zu backen, steht er jeden Morgen um fünf Uhr am Ofen.

Thomas Schäfke mit den letzten Brötchen des Tages. Um sie zu backen, steht er jeden Morgen um fünf Uhr am Ofen.

Andreas Fischer

Thomas Schäfke mit den letzten Brötchen des Tages. Um sie zu backen, steht er jeden Morgen um fünf Uhr am Ofen.

Küllenhahn. Das neue Jahr fing für Thomas Schäfke (31) richtig gut an. Nämlich mit der Eröffnung seines eigenen Geschäfts am 1. Januar. „Die Größe ist genau richtig und die Lage ist fantastisch. Viel besser könnte es nicht sein“, schwärmt der neue Inhaber des „Küllenhahner Lädchens“ an der Küllenhahner Straße.

Schäfke hat eine Lücke in der Nahversorgung besetzt und baut sie jetzt konsequent aus. Weil der nächste Metzger „im Dorf ist“, also im Zentrum von Cronenberg, lässt sich der Jungunternehmer morgens mit Würstchen und Frikadellen beliefern. „Ich versuche, den Kontakt zu lokalen Anbietern herzustellen“ sagt Schäfke und zeigt dabei auf die Honiggläser, die ein Imker vorbeibringt.

Croissants und Brötchen backt er selbst auf, bis zu 150 Stück am Tag. „Das Angebot wird noch erweitert, ich habe noch nicht alle Anlagen da“, sagt er fast entschuldigend. Das bunt gemischte Publikum nimmt nur den Duft frischer Brötchen wahr. Dass er schon um 5 Uhr zu backen anfängt, ahnen sie nicht. Dafür wird der kleine Laden gut angenommen: Vom Bauarbeiter bis zum Bürgermeister waren schon alle da.

Der Tipp mit dem Ladenlokal kommt von seinem Mechaniker

Wie so oft im Leben ging auch bei Schäfkes Sprung in die Selbstständigkeit nicht ohne persönliche Kontakte. Den Tipp mit dem Ladengeschäft bekam er von seinem KFZ-Mechaniker. Schäfke ist zufrieden „Es ist ein Vollzeit-Job, der richtig Spaß macht“, sagt er. Sein Geschäft schließt er um 18.30 Uhr ab, Feierabend hat er dann aber noch lange nicht. Erst muss der gelernte Einzelhandelskaufmann noch die Abrechnung und vor allem die Einkäufe für den nächsten Tag erledigen. Schreibwaren gehen, dem nahen Schulzentrum sei Dank, immer. „Aber die Schüler mussten sich erst noch daran gewöhnen, dass wir auch aufhaben, wenn sie Feierabend machen.“ Wir, das sind Schäfke und seine Mutter Ulrike, die ihrem Sohn im Laden hilft. „Ich habe vorsichtig geplant“, sagt er nachdenklich, „aber wenn sich alles entwickelt, stelle ich vielleicht jemanden ein.“

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