Der Verein „Lebendiges Wohnen an der Wupper“ stellte sein Projekt für Mehrgenerationen-Wohnen vor.

Michael Lippkau stellte die Pläne vor.
Michael Lippkau stellte die Pläne vor.

Michael Lippkau stellte die Pläne vor.

Andreas Fischer

Michael Lippkau stellte die Pläne vor.

Cronenberg. Für den Verein „Lebendiges Wohnen an der Wupper“ steht fest: Cronenberg kann ein Mehrgenerationen-Wohnhaus gut gebrauchen. Entstehen soll es im ehemaligen Akzenta-Gebäude an der Hauptstraße. Dort können Alleinerziehende und Familien mit Kindern, Singles und Paare jeden Alters zusammen leben. Jede Partei hat eine abgeschlossene Wohnung. Weitere Räume und ein Garten werden gemeinschaftlich genutzt. Bereits 2019 soll der Einzug möglich sein.

Interessenten hatte der Verein in die Kulturschmiede eingeladen und informierte sie darüber, dass das Projekt ein gutes Stück vorangekommen sei. An diesem Abend waren tatsächlich alle Generationen vertreten. Zwischen Menschen mittleren Alters saßen ein junger Vater mit seinem Kind und eine ältere Dame. Unterschiedlich war auch die Motivation der Teilnehmer.

„Mich interessiert, ob man eine Wohnung mieten oder kaufen kann“, hörte man bei der Vorstellungsrunde. Eine Teilnehmerin hatte überlegt, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Die Idee einer Hausgemeinschaft gefalle ihr aber noch besser. Sie wolle nicht mehr so abgelegen wohnen, sagte eine Interessentin aus der Beyenburger Gegend. „Man hat da überhaupt keine Nachbarschaft.“

Michael Lippkau stellte den Plan vor, den die Cronenberger Projektgruppe zusammen mit einem Architekten entwickelt hat. Aktuell besteht die Gruppe aus 13 Personen. Der Verein hat bereits die Bauvoranfrage für das Projekt gestellt. „Wenn sie genehmigt ist, haben wir Planungssicherheit“, erklärte Lippkau. In einem Vertrag mit dem Vermieter ist die Grundstücksübernahme festgeschrieben.

Im Haus zieht die Arztpraxis von der ersten Etage ins Erdgeschoss um. Dadurch vergrößert sich die Wohnfläche auf 1200 Quadratmeter. Für die Projektwohnungen werden zwei Geschosse und ein Staffelgeschoss neu gebaut. Ein neuer Fahrstuhl dient als barrierefreier Zugang zu allen Etagen. Ein Teil der Parkplätze wird von den Bewohnern genutzt, der andere Teil wird zum Gemeinschaftsgarten umgestaltet.

Wie viele Wohnungen entstehen und wie groß sie sein werden - das hänge von den Wünschen der Projektteilnehmer ab, erklärte Lippkau. Je nach Abmessung sind also noch vier bzw. fünf Wohnungen frei. Jeder künftige Bewohner ist zugleich Miteigentümer des Hauses. Das bedeutet eine Einzahlung von 600 Euro pro Quadratmeter, die man bewohnt. An Miete müssen schätzungsweise zehn Euro je Quadratmeter gezahlt werden.

Was für die Größe der Wohnungen gilt, gilt auch für die Regeln des Zusammenlebens. „Wir wollen das gemeinschaftlich machen“, betonte Lippkau. Zum Schluss fasste Lippkau die Vorteile des Standorts zusammen. An der Hauptstraße gebe es genug Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte. Familienfreundlich sei auch die Nähe zu Kindergarten, Grundschule und Spielplatz. Mit mehreren Buslinien komme man schnell ins Grüne - beispielsweise zum Burgholz - oder nach Elberfeld.

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