Hösterey: Bagger sind bereits im Einsatz. Wohnhäuser werden entstehen.

Sudberg
Noch präsentiert sich das Gelände in Sudberg als hässliche Brache.

Noch präsentiert sich das Gelände in Sudberg als hässliche Brache.

Hartmut Schmahl

Noch präsentiert sich das Gelände in Sudberg als hässliche Brache.

Sudberg. Das jahrelange Hin und Her um die mit Altlasten verunreinigte Industriebrache der früheren Firma Hösterey ist zu Ende. Die Bagger leisten bereits ganze Arbeit. In einer Sondersitzung des Bürgervereins „Sudbürger“ im Haus Schnee erläuterten der Investor Tobias Conrad, der Geologe Georg Schmitz vom städtischen Ressort Umweltschutz, der Bodengutachter Thomas Mittendorf und Günter Simon von der Entsorgungsfirma SOP den aktuellen Stand der Dinge.

Dabei räumten sie die Sorgen der mit einer Vielzahl von Fragen gewappneten Sudberger weitestgehend aus. Die Vorsitzende Corinna Schlechtriem und auch ihre Vorgängerin Sabine Böttcher ermunterten auch während der Versammlung noch weitere Fragen auf Zettel zu schreiben – keine blieb davon offen. So sind selbst die erstellten Gutachten über die Befunde der Bodenproben einsehbar.

Schadstoffe im Boden müssen entsorgt werden

Der Umweltexperte der Stadt erläuterte das Genehmigungsverfahren und in welchem Stadium einer Bauanfrage Umweltbelastungen geklärt werden. Auch beantworteten die Fachleute, wo und wie die Proben in den festgelegten Teilbereichen des etwa 5500 Quadratmeter großen Geländes entsprechend dem Sanierungskonzept genommen wurden.

Das besondere Problem des Hösterey-Geländes liegt demnach in einem Sektor, auf dem vermutlich von dritter Seite vor einigen Jahrzehnten das krebserregende Chrom VI abgekippt wurde. Der erforderliche Bodenaustausch bringe einen hohen Aufwand mit sich. Der Boden müsse bis auf den gewachsenen Boden abgetragen und aufwändig entsorgt werden, erklärten die Fachleute, die vermuten, dass mehr als 1000 Tonnen des belasteten Materials dort lagern.

Geplant und bereits genehmigt sind auf dem früheren gewerblichen Gelände an der Straße Schöppenberg zwei Doppelhäuser. Die Höhe wird der Umgebung angepasst, versprach Investor Tobias Conrad: „Eine weitere Bebauung an der Sudberger Straße ist in nächster Zeit nicht geplant.“ Die vielbestaunte mächtige Rotbuche, die den Sudbergern besonders am Herzen liege und inzwischen ein Naturdenkmal sei, bleibe erhalten. Zudem bekomme sie während der Bodenarbeiten einen besonderen Schutz.

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