24-Stunden-Schwimmen: Neue Tafel für Schwimmtrainer.

Peter Nocke und Simone Osygus vor der Gedenktafel.
Peter Nocke und Simone Osygus vor der Gedenktafel.

Peter Nocke und Simone Osygus vor der Gedenktafel.

Uwe Schinkel

Peter Nocke und Simone Osygus vor der Gedenktafel.

Küllenhahn. Er war ein strenger Trainer. Und er konnte ein schroffer Mann sein. Wenn Heinz Hoffmann von einer Sache überzeugt war, konnte ihn niemand davon abbringen. "Dann wurde er unbequem. Aber nur dadurch konnte er so viele Ziele erreichen", erinnert sich Oberbürgermeister Peter Jung an den im vergangenen Sommer verstorbenen Schwimmtrainer. Gestern wurde im ehemaligen Schwimmleistungszentrum auf Küllenhahn, dem heutigen Heinz-Hoffmann-Bad, eine Gedenktafel zu seinen Ehren enthüllt.

Im Rahmen des zum 23. Mal ausgetragenen "24-Stunden-Schwimmens" kamen über 50 ehemalige Weggefährten von Hoffmann. Neben dem sportlichen Erfolg von Hoffmann wurde besonders sein Engagement für Wuppertal hervorgehoben.

Heinz Hoffmann wurde 1914 in Danzig geboren. 1951 kam er als Cheftrainer der Wasserfreunde nach Wuppertal. Hier begann eine beispiellose Erfolgsgeschichte: Durch innovative Trainingsmethoden, die heute zum internationalen Standard gehören, treib er seine Schützlinge zu Höchstleistungen an.

Über 100 Deutsche Meisterschaften gewannen die von ihm trainierten Athleten. Auch international feierten seine Schwimmer große Erfolge - auch Peter Nocke, der unter Trainer Hoffmann neun Europameistertitel gewann und Weltmeister in der Staffel wurde. Bei der gestrigen Enthüllung der Gedenktafel erinnerte sich Peter Nocke an seinen Mentor: "Er war streng und bestimmend, aber nur dadurch konnten wir alle so große Erfolge erzielen."

Diese Zielstrebigkeit zeigte Hoffmann auch bei seinem Engagement für den Schwimmsport in Wuppertal. Nachdem 1995 das Schwimmleistungszentrum abgebrannt war, startete er eine Kampagne für den Wiederaufbau. Dabei machte er sich durchaus auch Feinde. Wer nicht seiner Meinung war, musste überzeugt werden.

Zahlreiche Athleten gewannen unter Hoffmann ber 100 Deutsche Meisterschaften, holten 181 Deutsche Rekorde, erschwommen zehn EM-Medaillen und ein Mal die Weltmeisterschaft in der Staffel. Als größten internationalen Erfolg feierte Hoffmann den Gewinn von vier Olympischen Medaillen.

Dass sich Beharrlichkeit auszahlt, hatte der Sport- und Mathematiklehrer schließlich beim Schwimmen gelernt. Wie wichtig sein Engagement war, zeigt auch, dass das Leistungszentrum zu Lebzeiten in "Heinz-Hoffmann-Bad" umbenannt wurde. Auch für die Erhaltung der Schwimmoper setzte er sich erfolgreich ein. Heinz Hoffmann starb am 20. Juli 2008 im Alter von 94 Jahren.

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