Der Förderverein greift den Freiwilligen Kräften in Cronenberg kräftig unter die Arme.

Detlef Elter (Förderverein) mit Zugführer Dirk Jacobs.
Detlef Elter (Förderverein) mit Zugführer Dirk Jacobs.

Detlef Elter (Förderverein) mit Zugführer Dirk Jacobs.

Stefan Fries

Detlef Elter (Förderverein) mit Zugführer Dirk Jacobs.

Cronenberg. Bevor sich der Löschzug Cronenberg am Freitagabend zu einer Übung in der Kohlfurth aufmachte, hatte Detlef Elter, der Vorsitzende des Fördervereins der Cronenberger Feuerwehr, noch eine gute Nachricht für die eine und einzige Dame und die nicht minder aktiven 44 Herren im Zug. Im Grund waren es sogar drei gute Nachrichten, denn der Förderverein – mit mehr als 350 Mitgliedern übrigens der größte seiner Art in Wuppertal – hatte drei der dringendsten Wünsche der ehrenamtlichen Brandschützer erfüllt.

Da war zunächst die Ausstattung des Sozialraumes mit neuen Möbeln. „Antik“, geräuschvoll knarzend, aber keineswegs wertvoll waren die Stühle, auf denen die Feuerwehrleute bisher hockten und ebenso alt die Tische, an denen man saß. Zukünftig hat man es bequemer an neuem, beziehungsweise von einer Cronenberger Schreinerei überarbeitetem Mobiliar.

Der seinerzeit durch den Förderverein beschaffte Lager-Container bot nach den unterschiedlichsten Witterungseinflüssen äußerlich kein gutes Bild mehr und benötigte dringend einen neuen Schutzanstrich. Das wurde durch einen Fachbetrieb in vorzüglicher Qualität erledigt, und nun sieht der Behälter durchaus gefällig aus.

Große Freude löste bei der seit zehn Jahren dort aktiven Dame, nämlich Jennifer Gehrenbeck, im Zivilberuf Krankenschwester, und den tatkräftigen Herren der zugesagte und durch einen großen Gutschein dokumentierte Zuschuss zu einer viertägigen Fachstudienfahrt nach München im Herbst dieses Jahres aus. Auf dem Programm stehen zahlreiche Besichtigungen in der bayerischen Landeshauptstadt mit dem Schwerpunkt „Feuerwehr“. Die Fahrt nach München wird selbstverständlich nicht mit dem Löschfahrzeug, sondern mit der Bahn bewältigt. „Das habt Ihr Euch nach der vielen Arbeit, die Ihr ehrenamtlich leistet, auch verdient“, so Detlef Elter.

Dirk Jacobs, der Löschzugführer, war sichtlich erfreut und dankte dem Förderverein für die großzügige Unterstützung („Über die finanzielle Höhe des Gesamtpaketes sprechen wir nicht so gern“, meinte Elter auf Anfrage). „Ihr ermöglicht durch Eure Hilfe, was sonst nicht möglich ist“, sagte Jacobs in Richtung Förderverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Ausstattung des Löschzuges zu verbessern und damit auch die Motivation der tüchtigen Cronenberger Feuerwehrleute zu stärken.

Der Löschzug Cronenberg ist einer von 17 Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal und der am südlichsten stationierte. Da Cronenberg an der Peripherie Wuppertals liegt, ist der Weg der Berufsfeuerwehr zu Brandherden in Cronenberg besonders lang. Die Berufsfeuerwehr unterhält drei Brandwachen im Tal, wovon eine auf dem Gelände der Bayer AG in der Varresbeck liegt.

„Retten - Löschen - Bergen - Schützen“ so steht es am Feuerwehrhaus in der Kemmannstraße 45. Und Fördervereinsvorstandsmitglied Michael-Georg von Wenczowsky brachte das Engagement der Feuerwehr auf einen griffigen Nenner: „Unsere Freizeit für Eure Sicherheit.“

Ein weiteres erfreuliches Thema war der Ertrag der Feuerwehrleute auf ihrem Stand bei der „Cronenberger Werkzeugkiste“ am vergangenen Wochenende: „2 579,21 Euro blieben nach Abzug der Kosten für die Lebenshilfe übrig“, hörten die Anwesenden, und dass mit diesem Betrag die Kinderkrebshilfe und Behinderteneinrichtungen in Wuppertal und der Partnerstadt Schwerin unterstützt würden.

Weniger positiv sehen die Feuerwehrleute ihre Unterbringung in der Kemmannstraße, wo der Fahrer eines Löschfahrzeugs schon fast chirurgisches Feingefühl entwickeln muss, um mit heilen Außenspiegeln aus der Wagenhalle auf den Hof zu fahren. Bestenfalls eine Zeitung passt zwischen Außenmaße des Fahrzeugs und Wand und Begrenzungspfeiler im Gebäude. Ja, und dann ist da noch die defekte Abwasserleitung, die Besuchern und Aktiven in besagter enger Wagenhalle ein unfreiwilliges und rundum unerwünschtes Fußbad beschert. „Hier kann man das Abwasser verwenden, um die Halle zu putzen“, meinte von Wenczowsky sarkastisch in Richtung Gebäudemanagement der Stadt. „Wir hoffen, dass wir demnächst einen besseren und zweckmäßigeren Standort erhalten“, war der Wunsch des LZ, bevor es zur Übung in die Kohlfurth ging.

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