Die Situation des Einzelhandels im Stadtteil und die Seilbahn waren wieder intensiv diskutierte Themen beim Leserstammtisch.

Die Situation des Einzelhandels im Stadtteil und die Seilbahn waren wieder intensiv diskutierte Themen beim Leserstammtisch.
Die WZ-Redakteure Katharina Rüth (l.) und Daniel Neukirchen (r.) im Austausch mit den Cronenbergern beim WZ-Stammtisch.

Die WZ-Redakteure Katharina Rüth (l.) und Daniel Neukirchen (r.) im Austausch mit den Cronenbergern beim WZ-Stammtisch.

Stefan Fries

Die WZ-Redakteure Katharina Rüth (l.) und Daniel Neukirchen (r.) im Austausch mit den Cronenbergern beim WZ-Stammtisch.

Cronenberg. Welche Themen brennen den Cronenbergern auf den Nägeln? Beim WZ-Stammtisch im Born Café im Hause vom Cleff kamen die Bürger zu Wort und berichteten von Sorgen, Ärgernissen und Beobachtungen aus dem Stadtteil.

„Traurig macht uns der Leerstand der Geschäfte“, eröffnete Thomas Graap den Austausch. Ein Schuhgeschäft gebe es beispielsweise gar nicht mehr in Cronenberg. Schwer sei es auch, die beteiligten Einzelhändler an einen Tisch zu bekommen, weiß Graap. Horst Hambrock hat eine Ursache des Problems ausgemacht: „Die Leute lassen sich den ganzen Kram nur noch nach Hause schicken.“ Stefanie Putsch fände es schade, wenn die Cronenberger Innenstadt irgendwann nur noch aus Versicherungen besteht. Hans Hermann Bock (FDP) befürchtet aber: „Die Leerstände werden in Zukunft sicher noch zunehmen.“ Bedauert wurde auch die Auflösung der Werbegemeinschaft - es fehle ein gemeinsames Engagement der Geschäftsleute.

Skeptisch zeigte sich der Stammtisch gegenüber der geplanten Seilbahn. Horst Hambrock fragte sich: „Wer soll denn nach 16 Uhr noch damit fahren? Studenten wohl nicht.“ Sein Urteil: „Die Seilbahn ist ein Selbstdarstellungsobjekt.“ Auch Joachim Fiedler glaubt nicht an das Projekt: „Wenn das so eine Top-Idee wäre, würde doch ein privater Investor kommen und das Ding bauen.“ Thomas Graap könnte der Seilbahn am ehesten etwas abgewinnen, weil sie eine Entlastung des Busverkehrs verspricht – da Busse häufig die Straßen verstopften. Joachim Fiedler ärgerte sich dagegen ebenso wie einige der anderen Teilnehmer über die geplante Ausdünnung der Bustakte: „Der Takt soll ja von einem 20- auf einen 30-Minuten-Takt reduziert werden. Das sind eher ländliche Verhältnisse und nicht mehr großstädtisch.“

Zur Sprache kam der Plan, das kleine Häuschen an der evangelischen Kirche abzureißen, stattdessen einen Glasanbau an die Kirche zu bauen. Thomas Graap kritisiert die Denkmalbehörde, die sich dagegen ausgesprochen hat. Mit Blick auf den geplanten Verbindungsbau aus Glas am Historischen Zentrum sagt er: „Da wird mit zweierlei Maß gemessen.“ Hans-Hermann Bock stimmte ihm zu, dass neben der Kirche „ein wunderbarer Platz geschaffen“ werden könnte.

Die Teilnehmer diskutierten zudem das Parken auf der Hahnerberger Straße. Auch allgemeinere Themen wie der Döppersberg, das Image Wuppertals und die vergangene Wahl waren Themen.

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