Ab Herbst sollen Postboten vom Gelände am alten Bahnübergang aus Briefe und Pakete verteilen. Baubeginn ist nächste Woche.

Ab Herbst sollen Postboten vom Gelände am alten Bahnübergang aus Briefe und Pakete verteilen. Baubeginn ist nächste Woche.
Kein Zirkusplatz mehr: In der kommenden Woche beginnen auf dem Gelände neben der Lebenshilfe die Arbeiten für ein neues Postverteilzentrum.

Kein Zirkusplatz mehr: In der kommenden Woche beginnen auf dem Gelände neben der Lebenshilfe die Arbeiten für ein neues Postverteilzentrum.

Stefan Fries

Kein Zirkusplatz mehr: In der kommenden Woche beginnen auf dem Gelände neben der Lebenshilfe die Arbeiten für ein neues Postverteilzentrum.

Cronenberg. Das ehemalige Clerck-Gelände am alten Bahndamm lag lange brach, nur ab und zu schlugen kleine Zirkusse darauf ihre Zelte auf. Jetzt wird es bald mit Leben gefüllt: Die Post lässt dort ein Verteilzentrum bauen. In der kommenden Woche sollen die Bauarbeiten beginnen.

„Von dort sollen Briefe und Pakete nach Cronenberg, Ronsdorf und in einen Teil von Elberfeld verteilt werden“, erklärt Achim Gahr, Sprecher von Post und DHL. Insgesamt soll hier die Post für 30 Bezirke sortiert und von hier bis zu ihren Empfängern gebracht werden. „Von dort werden auch Verbundzusteller arbeiten“, sagt Gahr. Das sind Postboten, die sowohl Briefe als auch Pakete bringen.

Gespräche mit Interessenten für andere Hälfte des Areals

„Etwa 40 Mitarbeiter werden dort beschäftigt sein“, sagt Gahr. Die Zusteller werden zum Teil zu Fuß, zum Teil mit dem Auto, vielleicht auch mit dem Fahrrad ihre Route angehen. Wie groß der jeweilige Anteil wird, stehe noch nicht fest. Das werde derzeit geplant, erläutert der Sprecher.

Nach Auflösung der zentralen Post am Kleeblatt baut die Post schon seit einer Weile dezentrale Verteilstellen. Dazu gehört zum Beispiel das große Paketzentrum in Ronsdorf mit etwa 100 Mitarbeitern sowie das Verteilzentrum im Vohwinkeler Gewerbegebiet Vohrang mit etwa 50 Mitarbeitern. Nun folgt in Cronenberg das dritte Objekt.

Mit den Investitionen in neue Verteilzentren reagiert die Post auch auf das Wachstum im Paketmarkt. In den vergangenen Jahren hat es zweistellige Wachsumsraten gegeben.

Nach Angaben des Unternehmens Hellmich belaufen sich die Gesamtinvestitionskosten – die unter anderem auch die Projektentwicklung, die Planung, den eigentlichen Bau, die Baunebenkosten, das Grundstück und die Grundstücksnebenkosten umfassen – auf rund fünf Millionen Euro.

Das Cronenberger Zentrum wird von der Hellmich-Gruppe aus Dinslaken errichtet. Sie hat das etwa 12 000 Quadratmeter große Areal zwischen der Lebenshilfe und dem Gelände der Firma Digass von dem langjährigen Besitzer erworben. Sie wird das Gebäude errichten und an die Post vermieten.

Für das Postverteilzentrum ist etwa die Hälfte des Geländes im hinteren Teil vorgesehen. Der vordere Teil des Areals zur Straße hin soll nach Angaben von Daniel Ferrari von der Hellmich-Gruppe mit einer weiteren anderen Nutzung entwickelt werden. Das Unternehmen führe daher derzeit Gespräche mit ersten Interessenten.

Für das Postverteilzentrum hat es bereits Rodungsarbeiten gegeben. Mit dem Bau soll es in der nächsten Wochen losgehen, im Juni ist die Fertigstellung geplant. Die Post will im Sommer, spätestens im Herbst einziehen. Das Postverteilzentrum, das nur aus einem Geschoss besteht, wird 900 Quadreatmeter Bruttogeschossfläche haben. Um die Nachbarn vor Geräuschbelästigung zu schützen, wird es eine Schallschutzmauer zur Wohnbebauung hin geben.

Das Gebäude wird auch schon auf zukünftige Entwicklungen bei der Fahrzeugtechnik eingerichtet sein: Die Stromleitungen werden so ausgelegt, dass am Verteilzentrum auch Elektro-Autos für die Zustellung Strom tanken können. Auch in den Versorgungskanälen wird Platz für die nötigen Leitungen gelassen.

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